One-Hit-Wonder Thunderclap Newman Andy Newman ist tot

"Something In The Air" war ihr einziger Hit: Die Band Thunderclap Newman sorgte Ende der Sechzigerjahre kurz für Furore. Jetzt ist ihr Pianist und Namenspate Andy Newman gestorben.

Andy "Thunderclap" Newman (1942-2016)
Getty Images

Andy "Thunderclap" Newman (1942-2016)


Der britische Musiker Andy Newman ist im Alter von 73 Jahren gestorben. Der Pianist der Band Thunderclap Newman starb in London, wie die Band, ein enger Freund und Kollege sowie die Band The Who bestätigten. The Who-Gitarrist Pete Townshend hatte Thunderclap Newman mitgegründet. Mit dem Song "Something In The Air", der drei Wochen an der Spitze der britischen Charts stand, hatten Thunderclap Newman im Jahr 1969 ihren größten Hit.

Der ehemalige Big-Country-Schlagzeuger Mark Brzezicki, der seit 2010 in einer Neubesetzung von Thunderclap Newman mitspielte, nannte Newman ein "unbesungenes Musik-Genie", das schmerzlich vermisst werde. Es sei ihm "eine Ehre gewesen, Andy zu kennen und mit ihm zu arbeiten", schrieb er auf Facebook.

Die Karriere von Thunderclap Newman war äußerst kurzlebig. Pete Townshend wollte ein paar Songs des The-Who-Roadies John "Speedy" Ken veröffentlichen und gründete dafür eigens eine Band. Er engagierte den Jazz-Pianisten Andy "Thunderclap" Newman, der auch Blasinstrumente spielte, und den erst 15-jährigen Jimmy McCulloch als als Gitarristen. Speedy Keen übernahm Schlagzeug und Gesang. Townshend selbst spielte Bass unter dem Pseudonym Bijou Drains.

In der DDR populär

Die Single "Something in the Air" war nach nur drei Wochen Nummer eins in den britischen Charts. Der Erfolg kam für die Band völlig überraschend. Angesichts der großen Nachfrage ging sie auf Tournee.

Doch die Tournee war der Anfang vom Ende von Thunderclap Newman: Sie wurde zum Desaster und führte zur Auflösung der Band. Übrig blieb nur das Album "Hollywood Dream", das 1970 herauskam.

Andy Newman arbeitet daraufhin als Solokünstler, 1972 veröffentlichte er ein Soloalbum.

Thunderclap Newmans Nummer-eins-Hit "Something in the Air" wurde in der DDR populär, weil er zum Soundtrack des Spielfilms "Blutige Erdbeeren" gehörte. Er war einer der wenigen US-Filme über die amerikanischen Studentenunruhen in den Sechzigerjahren, der auch in ostdeutschen Kinos gezeigt wurde.

mka/dpa



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