Starsopranistin Edita Gruberová ist tot

Sie zählte zu den berühmtesten Sopranistinnen der Welt und stand mehr als 50 Jahre auf den großen Opernbühnen: Nun ist die slowakische Sängerin Edita Gruberová im Alter von 74 Jahren gestorben.
Edita Gruberová (Bild von 2013): 1970 sang sie erstmals an der Wiener Staatsoper in Mozarts »Zauberflöte«

Edita Gruberová (Bild von 2013): 1970 sang sie erstmals an der Wiener Staatsoper in Mozarts »Zauberflöte«

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Uli Deck / dpa

Die slowakische Sopranistin Edita Gruberová ist tot. Sie starb am Montag im Alter von 74 Jahren in Zürich, wie ihre Familie über die Münchner Agentur Hilbert Artists Management mitteilen ließ. Gruberová hatte 2019 ihre Karriere beendet. Davor stand sie mehr als 50 Jahre auf der Opernbühne. Sie war bayerische und österreichische Kammersängerin.

Gruberová war 1946 in Bratislava zur Welt gekommen. Sie wuchs in einfachen Verhältnissen auf und sang im Schul- und im Rundfunkkinderchor. Von 1961 bis 1968 studierte sie am Konservatorium in Bratislava und floh 1969 mit ihrer Mutter nach Wien.

Danach ging es steil nach oben: 1970 sang sie erstmals an der Wiener Staatsoper in Mozarts »Zauberflöte« die Partie der Königin der Nacht. Ihr internationaler Durchbruch war 1976 die Rolle der Zerbinetta in »Ariadne auf Naxos« von Richard Strauss. Auch in New York, Paris, Mailand und vielen anderen Städten trat sie auf.

»Ein schmerzlicher Verlust für die Kunst«

An der Bayerischen Staatsoper war die Operndiva ebenfalls gern gesehen. Er habe mit großer Trauer vom Tod der unvergleichlichen Edita Gruberová erfahren, sagte der Münchner Opernintendant Serge Dorny. »Hier am Haus hatten wir das Privileg, ihre großen Rollen und ihre Erfolge mitzuerleben und zu feiern. Ein schmerzlicher Verlust für uns alle, ein schmerzlicher Verlust für die Kunst.«

In München hatte Gruberová im März 2019 auch ihren Abschied von der Opernbühne gefeiert, mit einer Darbietung als Königin Elisabetta in Gaetano Donizettis lyrischer Tragödie »Roberto Devereux« – und fast einstündigem Applaus. »Es war wunderbar und es war genug«, hatte sie zu ihrem Abschied gesagt. »Es ist so, als ob man eine ganz große Familie verlassen würde.«

ngo/dpa

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