Soulsängerin Teena Marie ist tot

Sie war eine der ersten Weißen, die das legendäre Motown-Label unter Vertrag genommen hatte: Die Sängerin Teena Marie hatte zeitlebens eine tiefe Beziehung zum afroamerikanischen Soul. Jetzt ist sie im Alter von 54 Jahren gestorben.

R'n'B-Sängerin Teena Marie bei einem Konzert in Beverly Hills, 2008
REUTERS

R'n'B-Sängerin Teena Marie bei einem Konzert in Beverly Hills, 2008


Los Angeles - Schon mit acht Jahren sang sie Soul, Funk und Rhythm'n'Blues-Songs, kurz nach der Schulzeit erhielt sie als eine der ersten Weißen einen Plattenvertrag beim legendären Plattenlabel Motown Records, sie arbeitete mit zahllosen Künstlern zusammen - jetzt ist die US-Sängerin Teena Marie im Alter von 54 Jahren gestorben.

Am Sonntag hatte ihre Tochter sie bewusstlos in ihrem Haus in Los Angeles gefunden. Die herbeigerufenen Rettungssanitäter konnten nur noch den Tod der Sängerin feststellen. Die Todesursache ist bisher unklar.

Teena Marie, geboren 1956, wuchs in einem überwiegend von Schwarzen bewohnten Viertel von Los Angeles auf. Erst spät entdeckte sie, dass die Wurzeln ihrer Familie väterlicherseits in New Orleans lagen. Ihr letztes Album "Congo Square" (2009) benannte sie nach einem Platz in New Orleans, auf dem es den Sklaven erlaubt war, an ihrem freien Sonntag zu feiern und Musik zu machen.

Ein eigenes Gesetz - und ein Cover von den Fugees

Bekannt wurde Teena Marie mit dem Song "I'm Just a Sucker for Your Love", einem Duett mit dem R'n'B-Star Rick James, mit dem Marie auch eine Liebesbeziehung verband. Da sie nicht auf dem Plattencover abgebildet war, hielten viele Hörer sie zunächst für eine schwarze Sängerin.

In die Geschichte der Plattenindustrie ist Marie auch mit dem Teena-Marie-Gesetz eingegangen - das Ergebnis einer juristischen Auseinandersetzung mit ihrem Label Motown Records. Nach dem Teena-Marie-Gesetz darf eine Plattenfirma einen Künstler nicht unter Vertrag halten, wenn sie kein neues Album mit ihm herausbringt.

Ihren Hit "Ooo La La La" verarbeiteten die Fugees 1996 in ihrem Song "Fu-Gee-La", ihr "I Need Your Lovin" wurde von Sheena Easton im Jahr 2000 neu aufgenommen. 2004 erlebte Teena Marie, die sich eigentlich schon Anfang der neunziger Jahre aus dem Musikgeschäft zurückgezogen hatte, ein viel beachtetes Comeback mit dem Album "La Dona".

kuz/afp



insgesamt 4 Beiträge
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Mitschka 27.12.2010
1. R.i.p.
hatte für eine weisse soullady schon ne verdammt coole stimme und brauchte sich vor einer, zb. melba moore, evelyn champagne king nicht zu verstecken. http://www.wat.tv/audio/teena-marie-square-biz-1981-2mu2f_2eytt_.html
tadamtadam 28.12.2010
2. ...
... ich kann diesen quatsch nicht mehr hören, von dem oder der weißen mit einer schwarzen stimme. das ist so dumm wie rassistisch. es gibt keine schwarze stimme, genausowenig wie es eine weiße handschrift oder ein gelbes nasenbluten gibt. sobald ein weißer musik macht, die im weitesten sinne was mit r´n´b zu tun hat, schreibt jeder drittklassige journalist und kritiker was von einer "schwarzen stimme". ahhhhhhhhh das ist so dumm, ehrlich...
oliverjung1 28.12.2010
3. die erste weiße sängerin bei motown?
was ist denn DAS für ein quatsch? schon mal was von CHRIS CLARK gehört - oder den LEWIS SISTERS? teena marie war eine der größten - nicht nur als sängerin, sondern auch als autorin, produzentin, musikerin. ihr großes verdienst war eine völlige eigenständigkeit bei gleichzeitig stets offengelegten musikalischen wurzeln. sie hat etwas besseres verdient als dieses lieblose dummschreib von spiegel-KULTUR-redakteurInenn, die offenbar von ihren sujets keine ahnung haben!
sakura_no_hanna 28.12.2010
4. kein Quatsch
Zitat von tadamtadam... ich kann diesen quatsch nicht mehr hören, von dem oder der weißen mit einer schwarzen stimme. das ist so dumm wie rassistisch. es gibt keine schwarze stimme, genausowenig wie es eine weiße handschrift oder ein gelbes nasenbluten gibt. sobald ein weißer musik macht, die im weitesten sinne was mit r´n´b zu tun hat, schreibt jeder drittklassige journalist und kritiker was von einer "schwarzen stimme". ahhhhhhhhh das ist so dumm, ehrlich...
Moin na logisch gibts diese Stimme , gemeint ist da nicht die Hautfarbe des Musikers sondern gemeint ist da eine Soulstimme oder R&B-Stimme oder auch eine Jazz-Stimme eben die Stimmlage aus der Musik die Schwarze Menschen in den USA oder auch auf den Rest der Welt hervorgebracht haben.Auch ein Musiker muss mit seinem Instrument eine bestimmte Musik spielen können oder das Instument richtig einsezen können. Ob das jetzt Rassistisch gemeint sein soll ist auch dahingestellt.Es sollte auch besser heissen R&B und nicht r´n´b ,also sagte die Afroamerikansche Mutter zu ihren Kindern,,singt mir bitte nicht den Blues``.
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