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Liraz Charhi Sound der Hoffnung

aus DER SPIEGEL 42/2022
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Shai Franco

Die Musikerin Liraz Charhi, 44, kam in Israel zur Welt. Ihre jüdischen Eltern waren aus Iran dorthin ausgewandert. Schon als Kind soll sie singend auf­getreten sein, ihre Tante ist die iranisch-israelische Sängerin Rita. Liraz’ frühes musikalisches Training hat sich auf jeden Fall ausgezahlt: Gerade ist ihr drittes Album erschienen, »Roya«. Das bedeutet auf Farsi Fantasie oder Vision – und angesichts der Hoffnung auf einen Regimewechsel in Iran in diesen Wochen könnte der Titel wohl nicht passender sein. In dem Album stecke die Sehnsucht nach Freiheit für die Frauen in Iran und Freundschaft ohne Grenzen, sagte Liraz dem SPIEGEL. »›Roya‹ ist meine Vision von einem neuen Iran. Ich möchte damit Hoffnung senden und einen Schwur leisten, die Fahnen hochzuhalten und eine Veränderung zu fordern.« Sie unterstütze die mutigen iranischen Frauen und liebe sie von ganzem Herzen, betonte die Musikerin. Aufgenommen hat sie die Platte mit israelischen und iranischen Musikern in Istanbul. Die romantischen und sehnsüchtigen Texte sind in Farsi verfasst, Balladen und schnellere Songs wechseln sich ab – manchmal ist Hoffnung auch tanzbar.

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