Nach fünf Monaten Boykott Crosby, Stills & Nash sind wieder bei Spotify abrufbar

Crosby, Stills & Nash machen ihre Musik wieder bei Spotify zugänglich. Sie waren einem Protestaufruf von Neil Young gefolgt, der dem Streamingdienst Verbreitung zweifelhafter Corona-Inhalte vorwirft.
Crosby, Stills, Nash & Young bei einem Konzert im Londoner Wembley-Stadion (Archivbild): Jetzt wieder bei Spotify

Crosby, Stills, Nash & Young bei einem Konzert im Londoner Wembley-Stadion (Archivbild): Jetzt wieder bei Spotify

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David Warner Ellis / Redferns / Getty Images

Vor fünf Monaten hatte sich das Allstar-Ensemble Crosby, Stills & Nash einem Spotify-Boykott ihres langjährigen Freundes und Kollegen Neil Young angeschlossen. Der Folkrock-Superstar hatte der Musikplattform vorgeworfen, durch den Podcaster Joe Rogan gefährliche Falschinformationen zum Thema Corona zu verbreiten.

Wie unter anderem das Musikmagazin Pitchfork  meldet, hat das Trio nun seinen Boykott beendet. In einem Statement erklärte Graham Nash, dass Spotify einen wichtigen Schritt nach vorne gegangen sei, indem das Unternehmen inzwischen bei Podcasts, die sich mit Covid-19 beschäftigen, auf entsprechende Informationsseiten verweist. Zukünftige Einnahmen durch Spotify-Abrufe sollen laut Nash an Charity-Projekte gehen.

Für Neil Young ist diese Maßnahme offenbar nicht ausreichend. Seine Musik ist auch weiterhin fast komplett aus dem Spotify-Katalog genommen. Auch Joni Mitchell, die seit den Sechzigerjahren künstlerisch und privat mit Young und Nash verbandelt ist, verzichtet weiterhin darauf, ihre Songs über den Streamingdienst abrufbar zu machen.

Interessante Blüte bei der On/Off-Beziehung der Woodstock-Ikonen zu Spotify: Bei den gemeinsamen Alben, die Crosby, Stills und Nash einst mit Young eingespielt haben, sind einzelne Stücke weiterhin blockiert.

cbu
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