Take That "Wir haben uns mit Robbie Williams versöhnt"

Es ist eine kleine Pop-Sensation: Die einst erfolgreichste Boygroup der Welt "Take That" und ihr Ex-Sänger Robbie Williams haben ihren jahrelangen Streit beendet. "Wir haben uns mit Robbie versöhnt", sagte Band-Chef Gary Barlow in einem Interview.


Hamburg - Als sich Take That und Robbie Williams am 13. Februar 1996 offiziell trennten brach für junge Mädchen überall in Europa eine Welt zusammen. Eine der größten Erfolgsgeschichten der Popmusik war in einem bitteren Streit zerbrochen.

Ohne Robbie: "Take That" auf dem roten Teppich bei der "50 Jahre Bravo"- Gala
REUTERS

Ohne Robbie: "Take That" auf dem roten Teppich bei der "50 Jahre Bravo"- Gala

Mehr als zehn Jahre danach haben Mega-Star Robbie Williams und seine ehemaligen Band-Kollegen von "Take That" nun offenbar das Kriegsbeil begraben. "Wir haben uns mit Robbie versöhnt", sagte Band-Chef Gary Barlow der "Bild am Sonntag".

"Und plötzlich war er da"

"Wir spielten Konzerte in London, wohnten in einem Hotel direkt um die Ecke von Robbies Zuhause - und plötzlich war er da", beschreibt Band-Mitglied Howard Donald das überraschende Treffen. Sie hätten "ein gutes Gespräch" gehabt, doch: "Wir sind weit davon entfernt, wieder Freunde zu werden", sagte Barlow. Schließlich habe es zehn Jahre lang absolute Funkstille gegeben: "Wir haben ihn nur diese eine Nacht gesehen, und es war bis dahin soviel passiert - das löst sich nicht in vier oder fünf Stunden. Aber es war gut", fügte Barlow hinzu.

Nach Streitereien wegen Robbies Drogen- und Alkoholeskapaden hatte der Sänger 1995 die Band verlassen und kein gutes Haar an den Ex-Kollegen gelassen. Die Boygroup trennte sich 1996, kam aber 2005 wieder zusammen.

Am vergangenen Wochenende standen Gary Barlow, Howard Donald, Jason Orange und Mark Owen erstmals seit zehn Jahren wieder gemeinsam auf einer Bühne: Bei der Gala zum 50. Geburtstag der Zeitschrift "Bravo" in der Hamburger Colorline Arena. Dort präsentierten sie ihren alten Hit "Never forget" und die neue Single "Patience". Dass die Briten noch einmal an ihre früheren Erfolge anknüpfen können ist allerdings fraglich. In Hamburg jedenfalls galt am vergangenen Wochenende das lauteste Gekreische nicht den einstigen Superstars aus England, sondern den Jungs von "Tokio Hotel".



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