Taylor Swift gibt Akademikern Lebenstipps »Ihr werdet Mist bauen«

Sie hat selbst nie studiert, doch nun erhielt Taylor Swift die Ehrendoktorwürde für Kunstwissenschaften an der New York University. Dem Abschlussjahrgang 2022 gab sie Tipps, wie man scheitern und sich neu erfinden könne.
Ehrendoktorin Swift: »Ich weiß, wie Atmen funktioniert«

Ehrendoktorin Swift: »Ich weiß, wie Atmen funktioniert«

Foto: Seth Wenig / picture alliance / dpa / AP

Singer-Songwriter-Superstar Taylor Swift ist jetzt Doktorin. Die 32-Jährige bekam am Mittwoch die Ehrendoktorwürde der New York University verliehen – und gab den Hochschulabsolventinnen und -absolventen bei ihrer Abschlussfeier im vollen Stadion des Baseballteams der New York Yankees ein paar Ratschläge fürs Leben.

Zehntausende Menschen – Absolventen und deren Familien und Freunde – waren zu der Feier gekommen. »Ich bin zu 90 Prozent sicher, der Hauptgrund dafür, dass ich hier rede, ist, dass ich einen Song namens ›22‹ habe«, sagte sie dem Abschlussjahrgang 2022.

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»Das Leben kann schwer sein, besonders wenn man versucht, alles auf einmal zu tragen«, so Swift, die über 100 Millionen Platten verkauft hat und mit Grammys überhäuft wurde. Es sei wichtig zu wissen, was man behalten und was man loslassen müsse – zum Beispiel den Groll über Ex-Partner oder den Neid auf die Jobs anderer. »Eine toxische Beziehung kann so viele wunderbare, einfache Freuden aufwiegen. Ihr könnt euch aussuchen, wofür euer Leben Zeit und Platz hat. Seid anspruchsvoll«, riet die Künstlerin den Absolventinnen und Absolventen.

»50 Katzenrassen in einer Minute«

Swift, die selbst nie auf einer Uni war und ihre Musikkarriere mit 15 Jahren begann, erhielt ihren Doktor in Kunstwissenschaften. Man solle sie aber besser nicht in Notfällen um Hilfe bitten, »es sei denn, euer konkreter Notfall besteht darin, dass Ihr dringend einen Song mit einer eingängigen Hook und einem äußerst kathartischen Bridge-Abschnitt hören müsst.« Oder wenn jemand gebraucht werde, die über 50 Katzenrassen in einer Minute aufzählen kann.

Man dürfe niemals zu zaghaft sein, um die eigenen Ziele zu erreichen, so Swift weiter. »Mühelosigkeit ist ein Mythos.« Man könne sich ebenso jederzeit neu erfinden, um dort hinzugelangen, wo man hin wolle: »Ich habe eine gute Nachricht: Es liegt ganz bei euch. Ich habe auch eine erschreckende Nachricht: Es liegt ganz bei euch.«

Zum Ende gab sie den Absolventinnen und Absolventen mit auf den Weg, dass es nicht immer leicht sein werde: »Und ihr werdet manchmal Mist bauen. Ich auch. Und wenn ich das tue, werdet ihr höchstwahrscheinlich im Internet darüber lesen.« Doch auch von den größten Rückschlägen erhole man sich. »Solange wir das Glück haben zu atmen, werden wir durchatmen, tief einatmen und ausatmen. Und ich bin jetzt Doktorin, also weiß ich, wie das Atmen funktioniert.«

feb/dpa/AP/Reuters
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