Tournee-Start Madonna am Kreuz empört Katholiken

Da hatten die Katholiken vergeblich gehofft: Auch ihre Beschäftigung mit der jüdischen Kabbala habe Madonna keinen ausreichenden Respekt vor der Religion eingeflößt, so die Gläubigen. Gleich zu Beginn ihrer  Tournee provozierte Madonna und hing während ihres Auftritts am Kreuz.

Los Angeles  - Keine zwölf Stunden nach dem Ende ihres ersten Auftritts in Los Angeles hat Popstar Madonna mit einem provozierenden Auftritt die Kritik der Katholischen Liga auf sich gezogen. Die Sängerin hing während eines Liedes am Kreuz und trug eine Dornenkrone.

Der Präsident der Katholischen Liga, Bill Donohue, forderte, die Show-Einlage aus dem Programm zu nehmen.  "Das ist einfach erbärmlich", erklärte Donohue. Zwar habe Madonna schon in der Vergangenheit christliche Symbole unangemessen eingesetzt, doch er habe angenommen, dass die Beschäftigung mit der jüdischen Kabbala ihr neuen Respekt vor der Religion eingeflößt habe. "Es scheint so, als ob einem alten Popstar keine neuen Tricks beizubringen sind," sagte Donohue weiter. "Die arme Madonna versucht zu schocken."

Zu Beginn ihrer Karriere hatte Madonna in den achtziger Jahren Kruzifixe als Mode-Accessoires etabliert und ließ einen schwarzen Jesus in dem Musikvideo zu ihrem Song "Like a Prayer" wiederauferstehen.

Madonnas "Confessions"-Tour begann am Sonntagabend in Los Angeles. Im August sind Auftritte in Düsseldorf und Hannover geplant.

anr/AP