U2-Sänger Bono Trotz Todesfall - die Show ging weiter

U2-Sänger Bono erreichte die Nachricht vom Tod seines Vaters am Dienstag Abend während eines Konzertes. Dennoch setzte der Rockprofi den Auftritt in London unbeirrt fort.


Bono: The Show must go on
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Bono: The Show must go on

The Show must go on - ganz bestimmt, wenn man Bono (eigentlich: Paul Hewson) heißt und nicht gerade wenig Fans in die Konzerthallen zieht. Der Frontman der irischen Superstar-Band U2 schaltete schnell, widmete den Song "Kite" seinem soeben im Alter von 75 Jahren verschiedenen Vater und würdigte ihn mit den Worten: "Ich möchte meinem Vater danken, der mir diese Stimme gegeben hat." Gefühllosigkeit kann man dem König des Pathos-Pop nicht vorwerfen, denn während der derzeit laufenden "Elevation-2001-Tournee" flog er jeden Abend in die Heimatstadt Dublin, um seinen bereits seit Jahren krebskranken Vater zu besuchen.

Mit dem Tod kann Bono auf der Bühne offenbar wirksam umgehen: Als der Kopf der legendären US-Punkband Ramones, Joey Ramone, im April diesen Jahres verstarb, verknüpfte Bono diese Nachricht mit einer Performance währender USA-Tournee in Portland/Oregon. Er beschrieb, wie einflussreich die Ramones für U2 gewesen seien ("Ohne sie ständen wir nicht hier!"), dann spielten U2 den Ramones-Song "I Remember You", und dann erst erzählte Bono den Fans, dass ihn vor wenigen Minuten die Nachricht von Joey Ramones Ableben erreicht hatte. Ergreifender ging es nicht. Aber die beidseitige Bewunderung war ehrlich: Joey Ramone hatte sich als letzte Musik vor seinem Tod nach Aussage seines Bruders Mickey das U2-Album "All That You Can't Leave Behind" angehört.



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