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Udo Lindenberg Ehrenmann im Eldorado

aus DER SPIEGEL 37/2022
Foto: Chris Emil Janßen / ddp

Udo Lindenberg, 76, war sichtlich gerührt, als er vor einigen Tagen im Hamburger Rathaus seine Auszeichnung als Ehrenbürger entgegennahm: »Hamburg bleibt meine goldene Start- und Landebahn. Mein persönliches Eldorado«, sagte er. Lindenberg ist erst der zweite Musiker – nach Johannes Brahms –, dem diese Ehre zuteilwird. Bislang konnten sich 31 Männer und 5 Frauen mit der höchsten Auszeichnung, die die Hansestadt zu vergeben hat, schmücken. Lindenberg ist die Nummer 37. In der Ab­stimmung des Senats hatte eine große Mehrheit dafür votiert, dem selbst ernannten Panik­rocker die Auszeichnung zukommen zu lassen. Nur die AfD hatte sich gegen Lindenberg ausgesprochen. Zu der Verleihung erschienen viele Freunde und Weggefährten des Musikers, zum Beispiel Otto Waalkes, Johannes Oerding, Olivia Jones, Corny Littmann und Jan Delay. Lindenberg kam 1946 im westfälischen Gronau zur Welt und trampte im Dezember 1968 als junger Schlagzeuger nach Hamburg, um dort an die Elbe, die Reeper­bahn und das Jazzlokal Onkel Pö sein Herz zu verlieren. Schon seit vielen Jahren wohnt er im Hotel Atlantic an der Alster. Lindenberg erzählte in seiner Rede auch von den großen Träumen, mit denen er damals in Hamburg ankam, und davon, wie er sie verwirklichte. Die Stadt sei immer gut zu ihm gewesen – und als es ihm mal nicht gut ging, seien es die Hamburger Ärzte gewesen, die ihm geholfen hätten.

nga
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