Udo Lindenberg Revival von "Rock gegen Rechts"?

Deutschrocker Udo Lindenberg will die Tradition der Konzerte "Rock gegen Rechts" neu beleben. Musiker müssten wieder Stellung beziehen.


Kein Ein-Mann-Koma: Udo Lindenberg
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Kein Ein-Mann-Koma: Udo Lindenberg

Hamburg - "Angesichts der schrecklichen rechtsradikalen Übergriffe in Deutschland ist es höchste Zeit, dass wir Musiker wieder Stellung beziehen. Ich will wie in den Achtzigern wieder eine neue Reihe von 'Rock gegen Rechts' starten", sagte der 54-Jährige.

Noch in dieser Woche will Lindenberg sich mit dem niedersächsischen Ministerpräsidenten Sigmar Gabriel (SPD) treffen. "Wir wollen gemeinsam überlegen, ob so ein Politkonzert bei der Expo in Hannover laufen kann", meinte der "Panik-Rocker", der alte und neue Weggefährten für seine Idee gewinnen will.

Im Gegensatz zu früheren Jahren sei das politische Engagement unter den Musikern ziemlich eingeschlafen, bedauerte Lindenberg. "Die ganzen letzten Jahre ist da nix passiert. Man hat den Eindruck von Ohnmacht und Resignation."

Lindenberg dementierte auch einen Bericht der "Bild"-Zeitung, dass er ein Alkoholproblem habe. Er sei "keineswegs ein Ein-Mann-Koma", betonte Lindenberg. "Das war wohl eine Ente, die sich im Sommerloch verlaufen hat."



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