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"Rock am Ring": Heimweh - von wegen

Foto: Thomas Frey/ dpa

Blitzeinschlag 33 Verletzte bei "Rock am Ring"

Es begann mit Platzregen, dann brach um drei Uhr morgens die Hölle über dem Festival "Rock am Ring" los: Eine Gewitterzelle entlud ihre Blitze direkt über der feiernden Menge - mehrere Gäste erlitten schwere Verletzungen.

Bei einem Unwetter mit Blitzeinschlag sind auf dem Festival "Rock am Ring" am Freitagabend in Mendig mehrere Besucher verletzt worden. Das bestätigte am Samstagmorgen ein Polizeisprecher. Die Verletzten seien notärztlich versorgt und in umliegende Krankenhäuser gebracht worden.

Weitere Details wollte die Polizei später bekannt geben. Wegen des Unwetters war am Freitagabend das Konzert von DJ Fritz Kalkbrenner erst verschoben und schließlich abgebrochen worden. Auf der Facebook-Seite hatten die Veranstalter vor dem Unwetter gewarnt.

Um drei Uhr morgens dann wurde die Lage dramatisch: Eine Gewitterzelle direkt über dem Festivalgelände wütete für 45 Minuten. Zelte und Pavillons wurden durch die heftigen Windböen zerstört, immer wieder schlugen Blitze ein.

Nach Angaben der Polizei handelt es sich bei den Verletzten um Opfer der Blitzeinschläge. Alle 33 Verletzten seien in Krankenhäuser gebracht worden, es gehe ihnen "gesundheitlich gut", teilten Polizei, Feuerwehr, Veranstalter und die Gemeinde Mendig auf einer Pressekonferenz am Samstagmorgen mit. Ihre Angehörigen seien bereits verständigt worden.

Erstmals findet das Festival in diesem Jahr nicht mehr auf dem Asphalt des Nürburgrings, sondern auf dem Flugplatz des Eifel-Örtchens Mendig statt.

Polizei und Feuerwehr haben inzwischen eine Hotline eingerichtet. Unter den Telefonnummern 02652-6029143 und 0800-65 65 65 könnten sich besorgte Angehörige von Festival-Besuchern melden. Das Programm soll wie geplant bis Sonntag fortgesetzt werden.

mhe/dpa
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