Online-Raubkopierer Musikindustrie verklagt YouTube-mp3.org

Sie soll für mehr als 40 Prozent des weltweiten Musik-Ripping verantwortlich sein: Die US-Musikindustrie hat YouTube-mp3.org verklagt. Hinter der Seite steht ein Deutscher.
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Foto: PSY/ YouTube

Universal, Warner Bros., Sony und weitere Plattenfirmen haben die Betreiber der Internetseite YouTube-mp3.org verklagt. Das berichtet das US-Branchenmagazin "Hollywood Reporter" . Die Plattenfirmen reichten beim Bundesgericht in Kalifornien Klage ein. "Das Rippen von Musik ist eine der größten Bedrohungen für die Musikindustrie geworden", heißt es in der Klageschrift, die online zugängig ist .

YouTube-mp3.org erlaubt es dem Nutzer, YouTube-Videos in mp3-Dateien umzuwandeln. Als mp3 lässt sich die Musik dann beliebig speichern und vervielfältigen. Diese illegale Praxis wird "Rippen" genannt.

Nach Angaben der Kläger werden mit Ripping-Diensten monatlich mehrere Hundert Millionen Songs kopiert und verbreitet. Die Seite YouTube-mp3.org wird von dem Deutschen Philip Matesanz betrieben. Sie soll nach Angaben der Kläger für mehr als 40 Prozent des weltweiten Musik-Ripping verantwortlich sein.

Laut den Plattenfirmen umgehen Ripping-Dienste die technologischen Hürden, die YouTube errichtet hat, um das Rippen einzuschränken. Google, die Firma, der YouTube gehört, gehört aber nicht zu den Klägern.

mka
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