US-Verkaufszahlen Tonträger schlagen Downloads

Was Vinyl-Liebhaber längst wissen, untermauern nun Zahlen aus den USA: Während die Download-Verkäufe dort 2017 extrem sanken, steigt die Nachfrage nach Schallplatten weiter.

Und sie setzt sich doch durch, die gute alte Schallplatte - und zwar offenbar nicht nur in Hipsterläden und bei ausgeprägten Musikfreaks. Wie der aktuelle Bericht der Recording Industry Association of America (RIAA) zeigt, haben sich in den USA klassische Tonträger im vergangenen Jahr besser verkauft als Downloads. Und das erstmals seit 2011.

Diese Entwicklung ist allerdings darauf zurückzuführen, dass die Download-Verkäufe 2017 extrem gesunken sind, und zwar um 25 Prozent - vermutlich, weil immer mehr Menschen Musik streamen, statt sie herunterzuladen. Die Verkäufe von klassischen Tonträgern nahmen hingegen nur um vier Prozent ab.

Dass dieser Rückgang geringer als in den Vorjahren ausfällt, liegt wiederum an der steigenden Vinyl-Nachfrage: Die Verkaufszahlen für Schallplatten stiegen um zehn Prozent, während die anderer Tonträger wie CDs um sechs Prozent sanken. "Vinyl bleibt der Lichtblick unter den klassischen Tonträgern", lautet das Fazit des RIAA-Berichts.

Auch inDeutschland steigen die Schallplattenumsätze seit Jahren, während die CD-Verkäufe auf hohem Niveau sinken, wie Zahlen des Bundesverbandes der Musikindustrie zeigen.

Insgesamt machen die Streamingdienste mit 65 Prozent den Großteil der Verkäufe in den USA aus, Tonträger kommen auf 17 Prozent, Downloads auf 15 Prozent, die restlichen drei Prozent entfallen auf sonstige Mitschnitte.

brs
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