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16. März 2011, 12:21 Uhr

Veteran des Westcoast-Rap

Nate Dogg ist tot

Snoop Dogg, Warren G und Eminem: Der kalifornische Rapper Nate Dogg unterstützte mit seinem souligen Timbre die Elite des amerikanischen HipHop. Jetzt erlag der Bad Boy mit der sanften Stimme im Alter von 41 Jahren den Folgen eines Schlaganfalls.

Hamburg/Long Beach - Wie die Internetseite des amerikanischen Branchenmagazins "Billboard" berichtet, verstarb in der Nacht auf Mittwoch der amerikanische Rapper Nate Dogg. Der unter dem Namen Nathaniel Dwayne Hale in Mississippi als Sohn eines Geistlichen geborene Künstler war einer der schillerndsten Veteranen des Westcoast-HipHop: Gemeinsam mit Snoop Dogg und Warren G gründete er 1991 die legendäre Formation 213.

Den alten Freund Warren G unterstützte Nate Dogg dann auch für die Hitsingle "Regulate", die es bis auf Platz zwei der amerikanischen Charts schaffte. Seinen Gesang hörte man danach in den Tracks einiger der ganz Großen des Fachs, unter anderem bei Dr. Dre, Ludacris und Eminem. Insgesamt war er an über 40 Hitsingles beteiligt.

Unverkennbar war sein souliges und samtenes Timbre - das im krassen Gegensatz zu seinem Image als Bad Boy stand: Mehr als einmal kam Nate Dogg, der vor seiner HipHop-Karriere drei Jahre lang bei den Marines diente, mit dem Gesetz in Konflikt. Unter anderem war er wegen Körperverletzung, Entführung und illegalen Waffenbesitzes angeklagt. 2002 wurde er zu einem Jahr auf Bewährung verurteilt.

Nate Doggs letztes Album, das als Titel seinen Namen trug, erschien fast vier Jahre nach Fertigstellung 2008. Damals hatte er schon zwei Schlaganfälle erlitten und war halbseitig gelähmt. Jetzt ist Nate Dogg an den Folgen eines dritten Schlaganfalls in Long Beach, Kalifornien im Alter von 41 Jahren gestorben.

cbu

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