Village People Der schwule Biker ist tot

Seine Markenzeichen waren ein schwarzer Schnauzbart und gewagte Lederklamotten: Glenn Hughes, als motorradfahrender Lederfetischist der Village People zu Berühmtheit gekommen, ist im Alter von 50 Jahren gestorben.


New York - Wie erst jetzt bekannt wurde, erlag Hughes bereits am 4. März einem Krebsleiden. Gemeinsam mit seinen fünf Bandkollegen bildete er die Diskogruppe Village People, die auch in Deutschland mehrere Hits hatten und in den USA nicht nur in der Schwulenszene sehr populär war.

Die Mitglieder der Band wurden Ende der siebziger Jahre von dem Produzenten Jacques Morali zusammengestellt, der in einer Bar im New Yorker Greenwich Village einen als Indianer verkleideten Sänger entdeckte und auf die Idee kam, eine Gruppe mit skurrilen Gestalten aus dem "Village" zusammenzustellen.

Hughes' Karriere begann, als er von Freunden auf eine Anzeige aufmerksam gemacht wurde, in der gut aussehende, schwule Sänger und Tänzer mit Schnurrbärten gesucht wurden. Der New Yorker übernahm die Rolle des Motorradfahrers, seine Kollegen verkleideten sich als Indianer, Cowboy, Bauarbeiter, Polizist und Soldat.

Die Gruppe landete während ihrer äußerst erfolgreichen Karriere mehrere Hits - unter anderem "YMCA", "In the Navy" und "Go West" - und verkaufte weltweit mehr als 65 Millionen Alben und Singles. Hughes verließ die Band 1996 und trat anschließend in Varietes auf.



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