Nach "Leaving Neverland" "Weird Al" Yankovic verzichtet auf Michael-Jackson-Parodien

Mit "Eat It" und "Fat" wurde "Weird Al" Yankovic berühmt. Seine Veralberungen von Michael Jacksons Hits wird der Musik-Komiker auf seiner aktuellen US-Tour aber nicht spielen - um niemanden im Publikum zu beleidigen.

Weird Al Yankovic will erst mal nicht mehr von Michael Jackson hören
Casey Curry/ Invision/ AP

Weird Al Yankovic will erst mal nicht mehr von Michael Jackson hören


Seit Anfang Juni ist "Weird Al" Yankovic in den USA unterwegs, für seine "Strings Attached"-Tour ist er erstmals mit einem ganzen Orchester on the road. Zwei seiner größten Hits aber werden bei den Live-Konzerten fehlen: "Weird Al"s aus den Achtzigerjahren stammende, aber immer noch beliebte Versionen von Michael Jacksons "Bad" und "Beat It".

Als Grund nannte der Musik-Komiker gegenüber dem US-Magazin "Billboard" die erneuerten Vorwürfe wegen Kindesmissbrauchs gegen Jackson durch die TV-Doku "Leaving Neverland". "Wir möchten nicht, dass sich jemand unwohl fühlt", sagte Yankovic. "Einige Menschen haben zwar geäußert, sie seien deswegen enttäuscht, aber wir machen lieber einen Fehler, beleidigen dafür aber niemanden."

Yankovic fügte hinzu, er wisse noch nicht, ob die Entscheidung permanent sei oder nicht. Immerhin, so witzelte er, müsse er in der Sommerhitze nicht in den "Fat"-Suit steigen. Der werde aber gut aufbewahrt und werde vielleicht eines Tages zurückkehren.

"Leaving Neverland" von Regisseur Dan Reed löste eine Debatte über die Validität der Vorwürfe aus. In dem Zweiteiler berichten zwei Männer, wie sie als Kinder von Michael Jackson missbraucht worden seien. Ihre Geschichten wurden als kraftvoll wahrgenommen, die Machart des Films und die Aussagen der Protagonisten wurden aber auch kritisiert. Juristisch verwertbare Beweise lieferte der Film nicht.

In der Folge verbannten die "Simpsons"-Macher eine Folge mit Michael Jackson, einige Radiosender weigerten sich, seine Hits zu spielen.

kae



insgesamt 9 Beiträge
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ohjeee 28.06.2019
1.
was soll das? Wer das nicht hören will, soll sich keine Karte kaufen. Sonst muss man halt in Kauf nehmen, dass Weird Al Lieder spielt, die einem nicht so zusagen. Das Mimosenhafte unserer Gesellschaft ist mittlerweile echt lächerlich. Und noch lächerlicher ist, dass man peinlichst versucht, niemandem auf die Füße zu treten.
Ryker 28.06.2019
2. Ach Gott!
Er singt die Lieder also nicht mehr, weil er niemanden beleidigen möchte. Super Idee! Wie meinen? Es geht gar nicht um die Beleidigung dicker Menschen durch die Titel "Fat" und "Eat it", die er im Fatsuit performt, sondern darum, dass die Originale der Lieder von jemandem geschrieben wurden, dem Kindesmissbrauch unterstellt wird? Ach so, na dann...
derjoey 28.06.2019
3.
Zitat von ohjeeewas soll das? Wer das nicht hören will, soll sich keine Karte kaufen. Sonst muss man halt in Kauf nehmen, dass Weird Al Lieder spielt, die einem nicht so zusagen. Das Mimosenhafte unserer Gesellschaft ist mittlerweile echt lächerlich. Und noch lächerlicher ist, dass man peinlichst versucht, niemandem auf die Füße zu treten.
Und der Künstler hat das volle Recht, selbst seine Auftritte zu gestalten, finden Sie nicht? Wer's nicht mag, muss ja keine Karte kaufen. Und warum Sie es "mimosenhaft" nennen, wenn jemand mit sexuellem Missbrauch größere Probleme hat, sollten Sie sich am besten mal selber im stillen Kämmerlein fragen.
sentinalx 28.06.2019
4.
Zitat von derjoeyUnd der Künstler hat das volle Recht, selbst seine Auftritte zu gestalten, finden Sie nicht? Wer's nicht mag, muss ja keine Karte kaufen. Und warum Sie es "mimosenhaft" nennen, wenn jemand mit sexuellem Missbrauch größere Probleme hat, sollten Sie sich am besten mal selber im stillen Kämmerlein fragen.
Und bevor man mit sexuellem Missbrauch" um sich schießt, sollte man lieber handfeste Beweise haben und nicht auf zwielichtige/widersprüchliche Aussagen aufbauen. Was ist nur aus "in dubio pro reo" geworden? Ach stimmt ja, reißerische Aussagen/Artikel/Dokus/etc. verkaufen sich besser, wie konnte ich das nur vergessen...
derjoey 28.06.2019
5.
Zitat von sentinalxUnd bevor man mit sexuellem Missbrauch" um sich schießt, sollte man lieber handfeste Beweise haben und nicht auf zwielichtige/widersprüchliche Aussagen aufbauen. Was ist nur aus "in dubio pro reo" geworden? Ach stimmt ja, reißerische Aussagen/Artikel/Dokus/etc. verkaufen sich besser, wie konnte ich das nur vergessen...
Stimmt auch wieder.
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