Neuauflage des legendären Festivals Zu viele Absagen - Woodstock-Revival fällt aus

Stars wie Jay-Z und Miley Cyrus waren abgesprungen - nun ist das komplette Woodstock-Festival 2019 geplatzt. Der Veranstalter, der schon das Original vor 50 Jahren mitgeplant hatte, sagte: "Wir sind traurig."
Plakat für das geplante Festival: Veranstalter spricht von "unvorhergesehenen Rückschlägen"

Plakat für das geplante Festival: Veranstalter spricht von "unvorhergesehenen Rückschlägen"

Foto: Brendan McDermid/ REUTERS

Über Wochen hatten immer neue Absagen die Spekulationen lauter werden lassen, jetzt wird es offiziell. Die geplante Neuauflage zum 50. Jubiläum des legendären Woodstock-Festivals ist rund zwei Wochen vor dem geplanten Beginn abgesagt worden.

"Wir sind traurig, dass eine Reihe von unvorhergesehenen Rückschlägen es unmöglich gemacht hat, das Festival aufzuziehen, das wir uns vorgestellt hatten - mit dem großartigen Line-up, das wir gebucht hatten, und dem sozialen Engagement, das wir vorhergesehen hatten", sagte Organisator Michael Lang, der das Originalfestival 1969 mit auf die Beine gestellt hatte, laut Mitteilung, aus der zahlreiche US-Medien am Mittwoch zitierten.

Lang hatte seine Pläne für ein Jubiläumsfestival im Januar verkündet und Stars wie Miley Cyrus und Jay-Z dafür gewinnen können. In den vergangenen Wochen hatten die Planer jedoch zunehmend mit organisatorischen Problemen kämpfen müssen, weil mehrere anvisierte Veranstaltungsorte absagten und Investoren und Künstler sich zurückzogen. Bis zuletzt war das Festival jedoch weiterhin für den 16. bis 18. August angekündigt gewesen.

Zum Original-Woodstock-Festival mit Musikstars wie Jimi Hendrix und Janis Joplin waren zwischen dem 15. und 18. August 1969 etwa 400.000 Menschen nach Bethel im US-Bundesstaat New York gekommen. Es gilt bis heute als Höhepunkt der Hippiebewegung in den USA.

Eine Neuauflage des Festivals im Jahr 1999 hatte zwar stattgefunden - sich aber rasch zu einem Debakel entwickelt. Die Veranstaltung sorgte weniger mit Love and Peace, sondern mit Berichten über Ausschreitungen, Verletzte und Vergewaltigungen für Schlagzeilen. 1994 hatte es zum 25-jährigen Jubiläum ebenfalls ein Revival gegeben. Damals sahen Hunderttausende Zuschauer im Bundestaat New York unter anderem Auftritte von Green Day, Bob Dylan und Metallica.

jok/dpa
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