Woodstock-Jubiläumskonzert Immer mehr Headliner springen ab

Zuerst musste das Jubiläumsfestival nach Maryland umziehen, jetzt bleiben immer mehr Künstler weg: Miley Cyrus, Jay-Z, Carlos Santana und weitere Stars haben ihre Teilnahme an "Woodstock 50" abgesagt.

Carlos Santana, Miley Cyrus und Jay-Z (v.l.) wollen nicht mehr bei "Woodstock 50" auftreten
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Carlos Santana, Miley Cyrus und Jay-Z (v.l.) wollen nicht mehr bei "Woodstock 50" auftreten


Jay-Z, John Fogerty, The Dead & Co. und The Raconteurs wollen nicht mehr auftreten. Nach Angaben des "Rolling Stone" haben auch The Lumineers und Carlos Santana einen Rückzieher gemacht. Die ursprünglichen Woodstock-Künstler John Sebastian und Country Joe McDonald von 1969 sind nicht mehr dabei. Und als Letzte hat jetzt auch Miley Cyrus ihren Auftritt bei "Woodstock 50" abgesagt, wie "Variety" berichtet.

Damit dürfte die Liste der Stars, die noch am Jubiläumsfestival teilnehmen, kürzer sein als die derer, die nicht mehr kommen wollen. Doch selbst die scheinen nicht ganz sicher zu sein, ob sie noch auf der Bühne stehen wollen - zumindest führen weder The Killers noch Imagine Dragons das Konzert in ihren Tourdaten auf. Der einzige prominente Act, der bis jetzt öffentlich an seiner Teilnahme festhält, ist The Zombies.

Dass es nicht richtig rundläuft für die Veranstalter, die Mitte August eigentlich ein Revival des berühmten "Woodstock"-Festivals starten wollten, wurde bereits deutlich: Zuerst sagte ein Hauptinvestor, die Firma Dentsu Aegis Network, ab - weil er es nicht für möglich hielt, eine Veranstaltung auf die Beine zu stellen, die dem Markennamen "Woodstock" gerecht werde und die Sicherheit von Künstlern und Zuschauern garantiere.

Und dann konnte man nicht nach Bethel in Upper New York State, wo 1969 der "Summer of Love" gefeiert wurde, zurückkehren, weil die nötigen Genehmigungen fehlten. Stattdessen sollte das Festival außerhalb von Washington D.C. im Merriweather Post Pavilion abgehalten werden.

Wird aus dem Festival ein "Ein-Tages-Event"?

Die Probleme bei der Organisation fasste der Sänger Country Joe McDonald, der schon 1969 dabei war, gegenüber der "Baltimore Sun" vor wenigen Tagen so zusammen: Ihm sei kein Flug gebucht worden und kein Hotelzimmer reserviert, es sei nichts geplant. Er habe von den Veranstaltern seit längerer Zeit nichts mehr gehört. "Ich bin nicht daran interessiert, auf ein sinkendes Schiff zu steigen, und ich sehe keine Anzeichen dafür, dass dieses Schiff nicht sinkt."

Auf der Website der Veranstaltung heißt es noch, dass das Festival vom 16. bis 18. August stattfinden soll, unter dem Motto "3 Days of Peace and Music" ("3 Tage Musik und Frieden"). Doch wie "Variety" berichtet, soll daraus nun ein "Ein-Tages-Event" werden. Denn die Smashing Pumpkins spielen auf dem Gelände am 17. August ein eigenes Konzert.

evh



insgesamt 6 Beiträge
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einfachgudd 31.07.2019
1. ....
FYRE!!!!!!
toninotorino 31.07.2019
2. In Bethel
findet Woodstock 50 auf jeden Fall statt. Mit u. a. Santana, John Fogerty, Tedeschi Trucks Band, Edgar Winter. Bei dem Event von Michael Lang würde ich mal sagen: Abwarten. Es ist keine deutsche, europäische Veranstaltung, sondern eine amerikanische. Deshalb von mir keine Häme.
mick richards 31.07.2019
3.
Unorganisiertes, kurzfristig angelegtes und dann wieder umgeplantes chaosmanagement, führte mit zum desaster von Altamont, am eiskalten nikolaustag, 06. Dezember 1969. (Ohne das die Stones da direkte schuld daran hatten. Sie wollten nur den kritiken über zu hohe eintrittspreise ihrer tour fair entgegenkommen. Ein halbes jahr zuvor (05. Juli 1969) war ihnen ein wenn auch nicht qualitativ gutes, aber doch wahres peace-concert (und in gedenken an Brian Jones) vor ca. 400.000 menschen im londoner hyde park gelungen.)
toninotorino 01.08.2019
4.
Gerade Barak Goodman´s Dokumentation gesehen: "WOODSTOCK Three Days That Defined A Generation". Klasse! Ganz klar, dass ich hoffe, "Woodstock 50" findet statt.
orca20095 01.08.2019
5. Woodstock war, ist und bleibt einmalig,
ich weiß ja nicht, wer meint, dass man das wiederholen kann. Da stand auch eine Lebensphilosophie dahinter. Hier wollen doch nur wieder Leute mit dem Namen ihr Geschäft machen. Macht einfach was anderes.
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