Hippie-Konzert Woodstock kommt wieder - im Doppelpack

Das 50-jährige Woodstock-Jubiläum in diesem Jahr ruft Neuauflagen auf den Plan. Jetzt wirft auch einer der Original-Organisatoren des legendären Konzerts seinen Hut in den Ring.
Michael Lang (l.) im Sommer 1969

Michael Lang (l.) im Sommer 1969

Foto: Bill Eppridge/ The LIFE Picture Collection/Getty Images

Fast genau 50 Jahre nach dem legendären Woodstock-Konzert plant einer der damaligen Organisatoren, Michael Lang, eine Neuausgabe. Vom 16.-18. August dieses Jahres soll in Watkins Glen im Bundesstaat New York, in der Nähe des Originals von 1969, ein neues Konzertevent stattfinden.

Unter dem Titel "Woodstock 50" will Lang nach Informationen  der "New York Times"ein offizielles Jubiläumsfestival steigen lassen. Es soll nicht nur ein großes, generationenübergreifendes Publikum anziehen, sondern auch die Wichtigkeit von sozialem Engagement herausstellen.

Lang sagte der Zeitung, er sei dabei, Künstler und Künstlerinnen zu buchen. Konkrete Verpflichtungen nannte er nicht. Ihm schwebe ein Mix aus klassischen Bands und aktuellen Pop- und Rap-Stars vor. Ansonsten solle wie vor 50 Jahren gezeltet werden, es werde Diskussionsrunden, Filmvorführungen und Veranstaltungen mit sozialen Partnerorganisationen geben.

Offizielles Logo von "Woodstock 50"

Offizielles Logo von "Woodstock 50"

Ausschreitungen beim Jubiläum 1999

Auf dem Gelände in Watkins Glen fand bereits 1973 ein legendäres Konzert statt, der Summer Jam, mit The Grateful Dead, den Allman Brothers und The Band. Für "Woodstock 50" sollen dort drei Main Stages aufgebaut werden. Die Organisatoren rechnen mit 100.000 Besuchern pro Tag.

Die Woodstock-Neuausgabe bekommt aber Konkurrenz. In den USA sind drei andere Festivals bereits sehr erfolgreich: Coachella, Bonnaroo und Lollapalooza. Zudem wird es ein weiteres Woodstock-Gedenkfestival geben, und zwar direkt auf dem damaligen Festivalgelände. Das "Bethel Woods Music und Culture Festival", wird organisiert vom Kulturzentrum Bethel. Auch hierfür steht noch kein Line-up fest.

Schon 1994 und 1999 gab es Jubiläums-Neuauflagen. Das Festival von 1999 sorgte aber nicht mit Love and Peace, sondern mit Berichten über Ausschreitungen, Verletzte und Vergewaltigungen für Schlagzeilen.

kae
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