Nach Gutachten Grütters will größte deutsche Kulturstiftung reformieren

Ein Gutachten bewertet die Stiftung Preußischer Kulturbesitz als zu groß und mächtig - und fordert sogar ihre Zerschlagung. Nun hat Kulturstaatsministerin Monika Grütters eine Reform angekündigt, bleibt aber vage.

Mit dieser Klarheit hatten die wenigsten gerechnet: Vorige Woche schlug ein Gutachten des Wissenschaftsrates vor, die mächtigste und größte Kulturstiftung des Landes aufzulösen und neu zu strukturieren. Nun hat Kulturstaatsministerin Monika Grütters angekündigt, die Kultureinrichtung innerhalb von drei bis fünf Jahren zu reformieren. Die Studie sei ein "erster, sehr wichtiger Schritt, um die Stiftung zukunftsfest zu machen", sagte die CDU-Politikerin während der Vorlage der Analyse.

Nach einer zweijährigen Evaluation der Stiftung hat der Wissenschaftsrat, getragen von Bund und Ländern, die Auflösung der Dachorganisation von staatlichen Museen, Bibliotheken und Instituten vorgeschlagen. Die Vielzahl der Institutionen führe zu einer "strukturellen Überforderung" der Stiftung, begründete die in Dresden lehrende Literaturwissenschaftlerin Marina Münkler, die für den Wissenschaftsrat die Arbeiten an der Studie geleitet hatte.

Zu der von Bund und Ländern getragenen Stiftung mit rund 2000 Mitarbeitern gehören die Staatlichen Museen Berlin, deren 15 Sammlungen mit 4,7 Millionen Objekten an 19 Standorten präsentiert werden, die Staatsbibliothek, das Geheime Staatsarchiv, das Ibero-Amerikanische Institut und das Staatliche Institut für Musikforschung.

xvc
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