Sendeverbot in Russland Putin gibt sich im Streit um Deutsche Welle gesprächsbereit

Wird das Sendeverbot der Deutschen Welle in Russland wieder aufgehoben? Nach dem Besuch von Kanzler Scholz will sich Präsident Putin zumindest Gedanken machen, »wie das Problem gelöst werden kann«.
Russlands Präsident Wladimir Putin: Keine Details nennen, um die Situation nicht zu verkomplizieren

Russlands Präsident Wladimir Putin: Keine Details nennen, um die Situation nicht zu verkomplizieren

Foto: Kay Nietfeld / dpa

Nachdem Russland der Deutschen Welle ein Sendeverbot im Land erteilt hat, will Präsident Wladimir Putin nun offenbar über das Thema sprechen. Bei seinem Treffen mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) in Moskau sei vereinbart worden, »dass wir uns Gedanken machen, wie das Problem gelöst werden kann«, sagte Putin. Er wolle keine Details nennen, um die Situation nicht zu verkomplizieren.

»Ich habe in unseren Gesprächen auch die Erwartung geäußert, dass die Deutsche Welle in Russland weiter journalistisch tätig sein kann«, sagte Scholz bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit Putin. Bei der Reise von Scholz nach Moskau waren eine Korrespondentin und ein Kameramann der Deutschen Welle dabei.

Das Büro der Deutschen Welle in Moskau war vor zwei Wochen geschlossen worden, nachdem Russland am Tag zuvor ein Sendeverbot erteilt hatte. Mitarbeiter mussten ihre Akkreditierungen abgeben. Der Schritt Russlands ist eine Reaktion darauf, dass die deutsche Medienaufsicht dem russischen Sender RT untersagt hatte, sein deutschsprachiges TV-Programm linear auszustrahlen. RT will gegen diese Entscheidung Berufung einlegen.

skr/afp/dpa
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