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Gestorben Ivan Reitman, 75

aus DER SPIEGEL 8/2022
Foto:

Matt Sayles / AP

Er gehörte einige Jahre lang zu den erfolgreichsten Regisseuren Hollywoods. Der Sohn jüdischer Eltern, die 1950 aus der damaligen Tschechoslowakei nach Kanada ausgewandert waren, arbeitete zunächst für einen Fernsehsender in Toronto und produzierte in den Siebzigerjahren einige Frühwerke des Regisseurs David Cronenberg. Gegen Ende des Jahrzehnts inszenierte er erste eigene Filme und hatte mit schrillen Komödien wie »Babyspeck und Fleischklößchen« (1979) rasch Erfolg. Ein Blockbuster gelang ihm 1984 mit »Ghostbusters – Die Geisterjäger«, in dem er Humor, Horror und Fantasy geschickt miteinander verband. Drei Fortsetzungen fanden ins Kino, die letzte, die er zusammen mit seinem Sohn Jason umsetzte, im vergangenen November. Das Franchise, zu dem auch TV-Serien und Videospiele gehören, machte Reitman zu einem reichen Mann. In Filmen wie »Twins« (1988) oder »Kindergarten Cop« (1990) gelang es ihm, das komödiantische Potenzial von Arnold Schwarzenegger auszureizen, der bis dahin in erster Linie als Actionstar galt. Ivan Reitman starb am 12. Februar im kalifornischen Montecito.

lob
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