Zur Ausgabe
Artikel 62 / 91
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

Neapel sehen und leben

*
aus DER SPIEGEL 47/1986

Nach 40 Jahren besucht der Ex-GI Traven, inzwischen zum verhärmten Industriemanager aufgestiegen, Neapel wieder, wo er nach dem Krieg stationiert war. Antonio, ein Kumpel von damals, sucht ihn auf und führt ihm vor, was das Klischee von Süditalien so alles hergibt: Chaos in den Straßen, den Familienbeziehungen, den Frauengeschichten, Lug, Trug und ungehemmte Lebensfreude. Von der läßt sich auch Traven anstecken, und so entwickelt sich eine Freundschaft zwischen den beiden, die den wilden Geist von damals wieder heraufbeschwört. Ettore Scolas Komödie »Macaroni« ist vor allem als Vehikel für die beiden Erzkomödianten Jack Lemmon und Marcello Mastroianni konzipiert. Doch leider erreichen Drehbuch und Regie nicht das Niveau der beiden Stars. Zu schlapp der Dialog, zu melancholisch, ohne wirklich in die Tiefe zu gehen, der Witz. Mastroiannis Glanzauftritte können nicht verbergen, daß diese Makkaroni nicht al dente sind. Es fehlt ihnen der Biß.

Mehr lesen über
Zur Ausgabe
Artikel 62 / 91
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.