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Neu im Kino

aus DER SPIEGEL 21/1995

»Danger Sign«. Lautlos naht der Horror: Die gehörlose Leichtathletin Jillian gerät ins Visier eines Gangsters, der in ihrem Apartment nach einer versteckten, wertvollen Edelmünze fahndet - er schreckt weder vor Psychoterror noch Mord zurück. Wie das Leben so spielt, entpuppt sich der Unhold als moralisch verwerflicher Polizeileutnant, der sich vorzeitig zur Ruhe setzen und mit dem Edelmetall seine Frührente absichern möchte. US-Regisseur Robert Greenwald, ein Routinier aus dem TV-Business, wollte mit einem Thriller über den »Schrecken vollkommener Ohnmacht« brillieren, hat aber nur bieder Genre-Klischees zusammengepappt.

»Mercedes Mon Amour«. Bayram, ein sparsamer Türke, hat jahrelang in München als Straßenkehrer gerackert. Nun endlich erfüllt er sich seinen Lebenstraum - er kauft einen gebrauchten, honigfarbenen Mercedes 350 SE. In der geliebten Limousine macht sich der flotte Feger auf den Weg nach Anatolien, wo die Braut Kezban auf den stolzen Heimkehrer wartet. Doch eine Pannenserie trübt den geplanten Triumphzug. Die Reise endet im Fond-Desaster. Das wortkarge, tragikomische Roadmovie des Türken Bay Okan hat auf Festivals etliche Preise kassiert - hochverdient.

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