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Jennifer Lawrence Neustart mit wirklichem Leben

aus DER SPIEGEL 49/2021
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Jim Ruymen / UPI / laif

Zwei Jahre lang hatte die US-Schauspielerin sich völlig zurückgezogen, jetzt tauchte sie wieder auf und erklärte, warum sie verschwinden musste: »Ich glaube, jeder hatte die Nase voll von mir. Ich hatte von mir selbst die Nase voll«, sagte Jennifer Lawrence, 31, der »Vanity Fair«. Den größten Teil ihres Lebens habe sie damit verbracht, anderen zu gefallen. Ohne je eine Schauspielschule besucht zu haben, schaffte sie schon als 20-Jährige ihren künstlerischen Durchbruch in »Winter’s Bone«, für ihre Rolle als Ree Dolly erhielt sie ihre erste Nominierung für einen Oscar; endgültig zum Superstar wurde sie mit ihrer Rolle in »Die Tribute von Panem – The Hunger Games«. Ununterbrochen zu arbeiten sei ihre Strategie gewesen, Konflikten aus dem Weg zu gehen: »Die Arbeit gab mir das Gefühl, dass niemand sauer auf mich sein könnte.« Vor ihrer Auszeit war der Filmset für sie auch ein Zufluchtsort vor der realen Welt, in der sie von Paparazzi gejagt wurde. Sie habe nicht mehr gewusst, ob sie einen Job annahm, einfach um etwas zu tun zu haben, oder weil ihr ein Projekt wirklich gefiel, sagte Lawrence. Dann habe sie erkannt, dass sie sich ein wirkliches Leben aufbauen müsse. Eines außerhalb des Filmsets. Das ist Lawrence, die 2013 als eine der jüngsten Schauspielerinnen mit dem Oscar für die beste weibliche Hauptrolle ausgezeichnet wurde, offenbar gelungen: Sie hat im Oktober 2019 den Kunsthändler Cooke Maroney geheiratet, engagiert sich politisch, bald kommt ihr erstes Kind zur Welt. Und ihre Arbeit hat sie auch wieder aufgenommen: Ab dem 24. Dezember wird sie neben Leo­nardo DiCaprio auf Netflix in »Don’t Look Up«, ihrer ersten Komödie, zu sehen sein.

KS
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