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POP Nie wieder Schlampe

aus DER SPIEGEL 7/1999

Vor ein paar Jahren, als die damals 26jährige ihre erste Platte »Exile in Guyville« herausbrachte, mädchenhaft smart war und die Männer für ihre umständlichen Sexpraktiken verhöhnte, mußte Liz Phair für vieles herhalten: als Ikone des Girlie-Aufstands, als Postfeministin oder eine »Was fühlen junge Frauen eigentlich heute«-Sexpuppe. Die in Chicago geborene Sängerin hat mit diesen Etiketten Karriere gemacht, und danach ist sie sofort richtig laut darauf herumgetrampelt: »Ich habe es satt, eine Schlampe zu sein und für diesen ganzen Schwachsinn herhalten zu müssen«, sagte sie, bekam ein Kind und ließ kaum noch von sich hören. Mit ihrer neuen CD »Whitechocolatespaceegg« meldet sie sich nun zurück. Und sie ist besser als je zuvor: Zur unverschämten Haltung von damals und ihrer Neigung, den Männern einfach gar nichts durchgehen zu lassen, kommen jetzt noch jede Menge Soul, Esprit und Witz - eine etwas charmantere Art, sich in der Männerwelt zu behaupten.

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