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Nixon auf allen Vieren

aus DER SPIEGEL 43/1977

Kaum hat Amerika den Nixon-Alptraum verwunden, da kommt der Watergate-Präsident schon zu literarischen Ehren. Nach Kurt Vonnegut, der ihn in einem satirischen Nachruf verulkte ("Slapstick"), hat US-Autor Rober Coover den Ex-Präsidenten zum fiktiven Erzähler seines neuen Romans »The Public Burning« ("Die öffentliche Verbrennung") erkoren. Das Buch, laut Kritik »einer der wichtigsten neuen amerikanischen Romane«. schildert wüst-burlesk McCarthys Kommunistenjagd, an der sieh Nixon, damals Senator, eifrig beteiligte. Coover porträtiert Nixon ("New York Times Book Review") wie einen »selbstzerstörerischen Stummfilm-Komiker": Er beschmiert sich mit Exkrementen, läuft hündisch auf allen Vieren und startet eine Laß-die-Hosen-runter-Kampagne. Die deutschen Rechte des Nixon-Schockers hat der Luchterhand-Verlag erworben, für rund 100 000 Mark.

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