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Norbert Bisky über Corona "Ich fühle mich an die dunkelsten DDR-Zeiten erinnert"

Norbert Bisky ist einer der wichtigsten deutschen Maler. Hier spricht er über das schwule Nachtleben in Berlin und die neue Leere durch die Schutzmaßnahmen.
Ein Interview von Tobias Rapp
aus DER SPIEGEL 44/2020
Künstler Bisky in seinem Atelier: Sich für eine Weile vergessen

Künstler Bisky in seinem Atelier: Sich für eine Weile vergessen

Foto: René Lohse / DER SPIEGEL

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Biskys Atelier liegt in der Nähe des Boxhagener Platzes im Berliner Bezirk Friedrichshain, normalerweise ein Zentrum des nächtlichen Lebens. Doch auch wenn viele der Kneipen und Cafés in der Gegend offen haben: In der Nacht herrscht jetzt eine eigenartige Ruhe in den Straßen. Bisky, 50, ist in Leipzig und Ost-Berlin aufgewachsen, sein Vater Lothar Bisky war ab 1986 Rektor der Filmhochschule in Babelsberg und nach der Wende ein einflussreicher Politiker der Linkspartei. Norbert Bisky studierte Kunst bei Georg Baselitz und ist einer der wichtigsten deutschen Maler.

SPIEGEL: Herr Bisky, seit zwei Wochen darf in Berlin nach 23 Uhr kein Alkohol mehr verkauft oder ausgeschenkt werden, zum ersten Mal seit 1949. Erkennen Sie Ihre Stadt noch wieder?

Bisky: Ehrlich gesagt, nein. Eigentlich ist hier im Kiez immer was los. Jetzt erinnern die verrammelten Spätis und leer gefegten Straßen eher an Magnitogorsk als an Berlin. Ich vermisse die Leute.

SPIEGEL: Wann sind Sie das letzte Mal ausgegangen?

Bisky: Am Wochenende. Da war ich in einer Bar.

SPIEGEL: Das klingt eher gemäßigt.

Bisky: Sie meinen, wann ich so richtig feiern war?

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