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Nostalgisches Pop-Talent

aus DER SPIEGEL 47/1989

Er trägt Rasta-Locken wie sein Idol Bob Marley, dazu einen Nasenring im Afro-Look der amerikanischen Getto-Kids. Aber auch in berühmten Chören der sogenannten besseren Gesellschaft wirkte er schon als Knabe mit, so zum Beispiel an der ehrwürdigen New Yorker Metropolitan Opera. Nun debütiert der Amerikaner Lenny Kravitz, 25, Sohn einer schwarzen Schauspielerin und eines weißen TV-Producers, mit einem Pop-Album, das sich anhört, als sei John Lennon dem Grabe entstiegen. »Let Love Rule« (Virgin) versammelt Songs, die Stil und Haltung der sechziger Jahre beschwören, als Love & Peace noch nicht zu einem ausgeleierten Marketing-Slogan verkommen war. Trotz seines entschlossen-nostalgischen Gestus bietet der Platten-Erstling des Allround-Talents Kravitz (er spielt Gitarre, Baß und Schlagzeug und obendrein singt er auch noch) mit seinem musikalischen Ideenreichtum originellen Pop für die späten achtziger Jahre.

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