Obduktionsbericht Boris Pfeiffer starb offenbar an natürlicher Todesursache

Der In-Extremo-Musiker Boris Pfeiffer war am Rande einer Coronademo zusammengebrochen und gestorben – nach SPIEGEL-Informationen gehen die Ermittler von einem Infarkt infolge einer Herzmuskelentzündung aus.
Musiker Pfeiffer: Er spielte Dudelsack, Schalmeien und Nyckelharpa

Musiker Pfeiffer: Er spielte Dudelsack, Schalmeien und Nyckelharpa

Foto: osnapix / Hirnschal / IMAGO

Vor Ort konnte keine Todesursache festgestellt worden – laut Obduktion, die danach angeordnet wurde, starb Boris Pfeiffer, langjähriges Mitglied der Band In Extremo, am Rande einer Coronaprotest-Demo an einer natürlichen Todesursache. Nach SPIEGEL-Informationen gehen die Ermittler offenbar von einem Infarkt infolge einer Herzmuskelentzündung aus. Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden gibt es demnach nicht.

Die Band In Extremo (»Sængerkrieg«, »Sterneneisen«, »Quid Pro Quo«) hatte ihre Anfänge in den Neunzigerjahren und ist vor allem unter Fans von Metal und Mittelaltermusik bekannt. Pfeiffer spielte Dudelsack, Schalmeien und Nyckelharpa.

Der 53-Jährige war im vergangenen Mai aus der Band ausgeschieden. Die Gruppe verkündete damals, dass sie nach über 26 Jahren Bandgeschichte »leider« mitteilen müsse, dass sie vorerst mit nur noch sechs Mitgliedern durch die Lande ziehen werde. »Boris ›Yellow Pfeiffer‹ hat sich dazu entschlossen, andere Wege zu gehen und wird ab sofort nicht mehr Teil der Band sein. Über die vielen Jahre der Zusammenarbeit verändern sich Lebensumstände, Sichtweisen und Prioritäten«, hieß es dort.

Pfeiffer war am Rande einer Coronaprotest-Demo im brandenburgischen Wandlitz zusammengebrochen. Er starb später im Krankenhaus. Seitdem kursieren im Netz Gerüchte über seine Todesursache.

Laut Polizei war Pfeiffer vor dem Zusammenbruch durch sogenannte einfache körperliche Gewalt – also In-den-Weg stellen, Aufhalten oder Wegdrücken – daran gehindert worden, eine Polizeikette zu durchbrechen. Zudem wurden demnach seine Personalien festgestellt. In »Bewertung aller bislang dem Polizeipräsidium berichteten Erkenntnisse« sei demnach durch die Polizei keine unverhältnismäßige Gewalt eingesetzt worden.

eth/srö/dpa