»Nicht sonderlich geglückt« Oliver Berben kritisiert #allesdichtmachen
Produzent Berben
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Filmproduzent Oliver Berben, 49, sieht #allesdichtmachen kritisch. »Grundsätzlich finde ich es richtig, wenn verschiedene Positionen geäußert werden. Ich bin mir jedoch nicht sicher, wie durchdacht diese Aktion war«, sagte Berben dem SPIEGEL. Die Art und Weise scheine ihm »nicht sonderlich glücklich«.
Unter dem Hashtag #allesdichtmachen hatten Dutzende Schauspieler wie Ulrich Tukur oder Jan Josef Liefers mit ironischen Videos die Coronapolitik der Bundesregierung kommentiert. Vor allem in den sozialen Medien sorgt die Kampagne seit gestern Abend für Aufregung. Während sich viele Kommentatoren entsetzt zeigen, darunter die Schauspieler Nora Tschirner und Christian Ulmen, lobten vor allem konservative und rechte Kreise die Videos.
»Man muss dabei im Kopf haben, welche Bewegungen es gibt, die sich diese Gedanken zu eigen machen könnten, angefangen bei den ›Querdenkern‹«, so Berben. »Mir ist auch nicht klar, was das Ziel war: einen Diskurs zu starten? Das hielte ich für Unsinn. Den gibt es doch schon. Jede Zeitung, jede Talkshow führt ihn. Offenbar war die Aktion satirisch gemeint. Aber Satire sollte man den Menschen überlassen, die das auch können.«
Dass der deutsche Film dadurch Schaden nehme, glaubt Berben indes nicht. Nicht jeder Sturm auf Twitter lasse »gleich ein ganzes System zusammenbrechen«.