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Gestorben Olivia Newton-John, 73

aus DER SPIEGEL 33/2022
Foto:

akg-images / Album / Paramount Pictures / Paramount / akg-images

Millionen Teenager hatten Gefühle für sie. Jungs küssten ihr Poster, Mädchen bewunderten und beneideten sie: Olivia Newton-John war hübsch, sympathisch, konnte sensationell tanzen und singen – und hatte im Filmmusical »Grease« (1978) eine Leinwandromanze mit John Travolta. Die Künstlerin, deren strahlende Energie be­zauberte, kam als drittes Kind eines Briten und einer gebür­tigen Deutschen in Großbritannien zur Welt, 1954 wanderte ihre Familie nach Australien aus. 1966 nahm sie in Großbritannien ihre erste Single auf, Newton-Johns prägnante Stimme begeisterte ihr Publikum. Ihrer kommerziellen Erfolge schämte sie sich nicht: »Es nervt mich, wenn es heißt, etwas sei schlecht, weil es sich gut verkauft«, sagte sie dem Magazin »Rolling Stone« einmal. »Das genaue Gegenteil trifft zu.« Bereits 1973 gewann sie ihren ersten Grammy, drei sollten folgen. Die Single »Physical« (1981) des gleichnamigen Albums ging allein in den USA mehr als eine Million Mal über den Ladentisch. Ihr letztes Solostudioalbum »A Celebra­tion in Song« erschien im Jahr 2008. Newton-John wirkte nach »Grease« in mehreren Musicalfilmen mit; »Xanadu« floppte an den Kinokassen. Doch der Soundtrack wurde ein inter­na­tionaler Erfolg. 1992 erfuhr Olivia Newton-John, dass sie an Brustkrebs erkrankt war. Fortan setzte sie sich für die Krebs­forschung ein, sie gründete in Australien eine Stiftung dafür. Ihr Memoir mit dem Titel »Don’t Stop Believin’« erschien 2018. Olivia Newton-John starb am 8. August auf ihrer Ranch in Südkalifornien.

ks
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