Zur Ausgabe
Artikel 65 / 75
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel

Omar Bin Laden Malen gegen den Terror

aus DER SPIEGEL 28/2022
Foto:

Jean-François Monier / AFP

Der Name lastet schwer auf der Familie – und bringt viel Aufmerksamkeit: Omar Bin Laden, 41, der viertälteste Sohn des 2011 getöteten Al-Qaida-Anführers Osama Bin Laden, zieht mit einer Ausstellung Journalisten und Kunstinteressierte in das Städtchen Le Teilleul in der Normandie. Er habe im Corona­lockdown damit begonnen, sich intensiver mit der Malerei zu beschäftigen, erzählt Bin Laden in einem Interview. Sie helfe ihm dabei, die traumatisierende und von Gewalt dominierte Kindheit wenigstens zeitweise ein wenig zu vergessen. Man habe ihn und seine Familie in aller Welt mit den Terror­anschlägen vom 11. September 2001 in Verbindung gebracht und verurteilt, dabei habe er schon davor mit seinem Vater gebrochen. Heute fühle er sich befreit von der Verantwortung für die Taten seines Vaters. Die bunten Bilder erinnern Bin Laden an die Landschaften seiner Kindheit. Bilder aus Afghanistan, wo er zum Kämpfer ausgebildet wurde, sind rot wie Blut. Zwischen 800 und 2500 Euro sollen sie kosten. Für den Herbst ist eine Ausstellung in Paris geplant.

pe
Zur Ausgabe
Artikel 65 / 75
Vorheriger Artikel
Nächster Artikel
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.