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FILME Pech in Hollywood

aus DER SPIEGEL 12/2001

Die Filme des US-Regisseurs Henry Selick ("Nightmare Before Christmas") laufen in der Regel sehr gut. Nun startete in den USA gerade seine neue Komödie »Monkeybone": Sie handelt von einem Animationsfilmer, der ins Koma fällt und Gefangener seiner Phantasie wird. Als »einen Abstieg ins Unbewusste, wie Freud ihn hätte schildern können«, lobte die »New York Times« das Werk - doch für die Filmemacher wurde »Monkeybone« eher ein Abstieg in den Misserfolg. Das Unglück begann, als der Chef der Hollywoodstudios Twentieth Century Fox seinen Posten verließ und das Projekt damit seinen Fürsprecher verlor. Dann fielen bei der Testvorführung die Lautsprecher aus - und der Film beim Publikum durch. Zweimal wurde er neu geschnitten und mehrmals der Starttermin verschoben. Dann war für Werbung keine Zeit mehr. Das Ergebnis des Missmanagements: »Monkeybone« spielte am ersten Wochenende lediglich 2,7 Millionen Dollar ein - bei 75 Millionen Dollar Produktionskosten ein miserabler Start.

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