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Piano-Jazz: Musik für 14 Hände

aus DER SPIEGEL 41/1973

Er ist künstlerischer Leiter der Berliner Jazztage, Musikdirektor des Züricher Schauspielhauses, er komponierte Jazz, Kammermusik und eine Oper -- »aber vor allem«, sagt George Gruntz, »bin ich doch Pianist«. Seine »Traumidee«, sieben Klavierspieler an rund 30 Tasteninstrumenten vom Cembalo bis zum Synthesizer zu einem »Pianisten-Orchester« zu vereinigen, konnte der Basler jedoch noch nicht einmal bei seinen Berliner Jazztagen verwirklichen -- es fehlte am Geld. Nun hat ihm das österreichische Fernsehen den Wunschtraum erfüllt. Letzte Woche produzierte Gruntz in Wien mit den Jazz-Stars Keith Jarrett, Martial Solal, Gordon Beck, Wolfgang Dauner, Fritz Pauer, Jasper van't Hof den einstündigen TV-Film »Piano Conclave« (Arbeitstitel). der auch in Deutschland gezeigt werden soll, »Wichtig war mir dabei«, sagt Gruntz, »daß im Studio keine Zufalls-Session abgehalten wurde, sondern daß ein wirkliches Orchester entstand.« Die »Musik für 14 Hände« wird vielleicht bald auch auf einer Schallplatte zu hören sein; nächsten Sommer musiziert die Piano-Band beim Newport-Festival in New York.

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