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Piano-Nachwuchs aus Kuba

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aus DER SPIEGEL 46/1986

Bis vor einiger Zeit galten sie noch als Wesen von einem fernen Stern, inzwischen aber sind Jazz- und Popmusiker aus Kuba längst keine exotischen Raritäten mehr auf bundesdeutschen Konzertpodien. Auf den herbstlichen Jazzfestivals von Hamburg und Berlin konnte sich nun, vorbei an etablierten Gruppen und Musikern wie »Irakere« und dem Trompetenvirtuosen Arturo Sandoval, der bislang unbekannte kubanische Pianist Gonzalo Rubalcaba, 23, mit seiner Band »Grupo Proyecto« einen umjubelten Überraschungserfolg erspielen. Rubalcaba verblüffte mit furiosen Jazz-Improvisationen, die von afro-kubanischen Rhythmen und nordamerikanischem Hardbop geprägt sind; der junge Pianist ist, wie so viele kubanische Instrumentalisten, ein Supertechniker, aber anders als die meisten seiner Star-Kollegen beläßt er es nicht beim zirzensischen Vorführen dessen, was er alles drauf hat. Auf einer jetzt erschienenen LP »Gonzalo Rubalcaba Live In Havanna - Volume 1« (Messidor/Pläne) werden die hohen Qualitäten des Pianisten dokumentiert.

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