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Fotografie Pinkeln statt posieren

aus DER SPIEGEL 21/1996

Heike Makatsch spendierte ihm ein anzügliches Grinsen, Thomas Kretschmann pinkelte in ein öffentliches Schwimmbecken, Rainer Strecker zeigte den einzig richtigen Weg, Bananen zu essen, und Muriel Baumeister riskierte für ihn eine Nabelschau. Aber nicht nur Jungschauspieler beweisen für den in Hamburg lebenden Fotografen Alfred Steffen schnoddrigen Humor, auch die wirklichen Berühmtheiten, darunter Prince, Sandra Bullock und Peter Greenaway. Sie stehen Modell für eine Welt, in der sich der Glamourfaktor aus der Quersumme von Spaß und Rasanz berechnet. Steffens »Portraits«, die für Magazine wie Vogue, Esquire oder Glamour entstanden, sind bis zum 14. Juli im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe zu sehen; parallel zeigt die PPS-Galerie »Portraits von Kriegern und Indianern«- Nahaufnahmen von Samburos und Indios. Spätestens diese machen dem Betrachter klar, daß Steffen zwar bereit ist, für einen guten schlechten Witz einiges zu tun, es ihm aber sehr Ernst ist mit der Kunst, ein gutes Foto zu machen.

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