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Popmusik: Schäden durch Rock-Lärm

aus DER SPIEGEL 7/1974

Seit Jahren warnen Mediziner vor den schädlichen Folgen überlauter Rockmusik: Nachlassen des Hörvermögens bis zur Taubheit. Musiker wie der Schock-Rocker Alice Cooper, deren Lärm-Orgien oft die 100-Phon-Grenze überschreiten, lassen ihr Gehör daher regelmäßig klinisch untersuchen. Dr. Maurice Schiff, Arzt in Kalifornien, hat jetzt -zum Teil an Tierversuchen -- nachgewiesen, daß Phon-Schocks und Schall-Stress auch andere Körperfunktionen beeinträchtigen, Schlaf- und Verdauungsstörungen auslösen und sogar zu Herzanfällen, Impotenz und Mißbildungen beim Nachwuchs führen können. Die Hälfte der schwangeren Versuchstiere, die der Arzt stündlich sechs Minuten lang mit elektronischem Getöse beschallte, erlitt Fehlgeburten, ein Viertel brachte hirngeschädigte oder blinde Nachkommen zur Welt.

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