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Film Powerfrau auf Wüstentrip

aus DER SPIEGEL 24/1994

Eine junge Frau glaubt über Jahre, mit ihrem Freund glücklich zu sein. In dem Augenblick, wo sie erfährt, daß sie schwanger ist, gelangt sie zur Einsicht, der Gefährte sei doch nicht der Richtige, und will ein ganz neues Leben beginnen. Wenn diese Geschichte in einem saftig italoamerikanischen Biotop in Brooklyn spielt und Geena Davis als schwangere Heldin Angie auf Touren kommt, müßte ein Kinovergnügen daraus werden. Aber merkwürdig: Die Selbstfindungsgeschichte, mit der sich die Kraftbombe Davis endlich als Solostar des Frauenfilms a la Hollywood etablieren wollte, verläuft sich unter der ehrgeizigen Regie von Martha Coolidge im Ungefähren: »Angie« (von dieser Woche an in deutschen Kinos) erzählt, wie die Titelheldin brüsk vom Familienmelodram in ein krimihaft geheimnistuerisches road movie umsteigt, das in der texanischen Wüste versandet.

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