Queere Fotografiegeschichte Typisch Frau?

Eine neue Ausstellung in Berlin zeigt Fotografie, die Geschlechtergrenzen auflöst – quer durch die Bildgeschichte.
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Mann oder Frau? Die neue Fotoausstellung »Queerness in Photography« im Berliner Ausstellungshaus C/O zeigt, wie die Fotografie mit Geschlechterbegriffen spielt und Grenzen verwischt – quer durch die Bildgeschichte. So auch hier, in einem Bild von Walter Pfeiffer.

Foto: Walter Pfeiffer / Michel Gilgen / Art + Commerce
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Fliegender Wechsel: 1992 schlüpfte die Schauspielerin Tilda Swinton in die Rolle von Orlando, in einer Verfilmung des gleichnamigen Romans von Virginia Woolf. Über die Jahrhunderte hinweg ändert die Figur auf geheimnisvolle Weise mehrfach ihr Geschlecht.

Foto: Sally Potter
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»Typisch Frau« wird queer: Die Augen sind perfekt geschminkt, der Kopf nach hinten geworfen. Das Foto von Zackary Drucker zeigt die Pose einer verführerischen Femme Fatale – und damit das Klischeebild eines Frauentyps, das hier in die Queer-Community übernommen wird.

Foto: Zackary Drucker / Luis De Jesus
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Bart und Lippenstift: Teilweise werden binäre Geschlechterbilder aber auch komplett zu Fall gebracht. Ein Beispiel ist das Kunstkollektiv FAKA aus Südafrika: Auf einem Porträt von Jamal Nxedlana sind traditionell konstruierte Geschlechterklischees in einer Person kombiniert.

Foto: Jamal Nxedlana
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Grenzenlos: Besonders seit der Jahrtausendwende haben Fotografen immer wieder Geschlechterbilder ästhetisch hinterfragt. Collier Schorr schafft mit seinen Abbildungen von jungen Menschen fließende Übergänge. Fotografische Darstellungen der LGBTQIA+Community sind allerdings nicht neu.

Foto: Collier Schorr / 303 Gallery
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Crossdressing anno 1880: Die Sébastien Lifshitz Collection zeigt, wie das Spiel mit Geschlechteridentitäten schon in der frühen Fotografiegeschichte bildlich inszeniert wurde.

Foto: Sébastien Lifshitz Collection
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Selbstreflexion über das eigene Geschlecht: Der französische Filmemacher Lifshitz trug Amateurfotografien über rund 120 Jahre zusammen, mit Dragqueens, androgynen Personen in Anzügen, aber auch Frauen, die in simulierten Hochzeiten andere Frauen heirateten.

Foto: Sébastien Lifshitz Collection
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Verschiedene Geschlechterklischees sind dazu nebeneinander vor der Kamera in Szene gesetzt. Hier etwa mit kurz geschnittenen Haaren, die mit Dauerwelle streng nach hinten wie zu einer Hochsteckfrisur drapiert sind.

Foto: Sébastien Lifshitz Collection
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Rückzugsorte im Grünen: Transidentität war jahrzehntelang ein Tabu, in den Fünfzigerjahren in den USA sogar eine Straftat. Viele Crossdresser lebten ihre Identität deshalb im Geheimen aus, in Safe Spaces wie der Casa Susanna. Der Wochenendtreff befand sich in einem abgeschotteten Waldgebiet in den Appalachen, ein paar Kilometer von New York entfernt.

Foto: Courtesy Cindy Sherman Collection
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Verschwommene Spuren: Die Fotografin Cindy Shermann fand mehrere Fotos der Casa Susanna auf einem Flohmarkt. Zwar ist gesichert, wo die Bilder entstanden sind - die Identität der abgelichteten Personen aber ist nicht bekannt, und so bleibt auch ihre persönliche Geschichte bis heute ein Geheimnis.

Foto: Courtesy Cindy Sherman Collection
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