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Quilts mit Köpfen

aus DER SPIEGEL 22/1979

»Gestopfte Bilder« nennt die englische Bildhauerin Polly Hope ihre raffinierten Flickwerke mit Nadel und Faden, die nach Ausstellungserfolgen in Paris und New York -- gegenwärtig in der Londoner Redfern Gallery gezeigt werden. Seit Polly Hope sich 1973 von härteren Materialien abgewandt hat, verfeinert sie in ihrem Winterrefugium auf Rhodos die alte Hausfrauentechnik der Flickendecke zu solcher Perfektion, daß betuchte Liebhaber und Sammler beiderseits des Atlantiks sich danach drängen, sich und ihre Familien als Porträts »stopfen zu lassen«. Außer solchen piekfeinen »Quilts mit Köpfen«, denen Kunststoffmasken eingesetzt werden, produziert Polly Hope wandgroße Behänge vor allem mit Themen der britischen Geschichte und läßt sich üppig honorieren -- mit bis zu 40 000 Mark pro Werk.

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