Auktion bei Sotheby's Magritte-Gemälde für mehr als 70 Millionen Euro versteigert

Viel Geld für ein düsteres Meisterwerk: Das Gemälde »L'Empire des Lumières« erzielte eine Rekordsumme – fast dreimal mehr als der bislang teuerste Magritte.
»L'Empire des Lumières«: Das Gemälde auf dem Weg ins Auktionshaus in London

»L'Empire des Lumières«: Das Gemälde auf dem Weg ins Auktionshaus in London

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Tristan Fewings / Getty Images

Das surrealistische Gemälde »L'Empire des Lumières« (Das Reich der Lichter) des belgischen Künstlers René Magritte ist bei einer Versteigerung in London für 59,4 Millionen Pfund (71,4 Millionen Euro) unter den Hammer gekommen. Wie das Auktionshaus Sotheby's mitteilte , handelt es sich um einen Auktionsrekord für ein Magritte-Gemälde. Der Schätzwert für das Kunstwerk hatte bei umgerechnet 54 Millionen Euro gelegen.

Magrittes »L'Empire des Lumières« gilt als eines der prägendsten Motive des Surrealismus. Sotheby's sprach von einem »Meisterwerk des 20. Jahrhunderts«.

Das Gemälde zeigt den Gegensatz zwischen Tag und Nacht: Die Bäume im Vordergrund des Bildes liegen im nächtlichen Schatten, während das Wohnhaus dahinter wie in der Morgen- oder Abenddämmerung erscheint. Die obere Bildhälfte wiederum zeigt blauen Himmel mit weißen Wolken.

Die »unheimliche Kombination« sei typisch für »Magrittes verstörende surrealistische Bildsprache, in der zwei augenscheinlich unvereinbare Dinge zusammengebracht werden, um eine ›falsche Realität‹ zu bilden«, erklärte Sotheby's. »L'Empire des Lumières« hatte sich bisher im Besitz der Familie von Anne-Marie Gillion Crowet befunden, für die Magritte das Bild 1961 gemalt hatte.

Der bisherige Auktionsrekord für ein Magritte-Gemälde war im November 2018 bei einer Versteigerung in New York für das surrealistische Gemälde »Le Principe du Plaisir« erzielt worden. Es war für 26,8 Millionen Dollar (24 Millionen Euro) unter den Hammer gekommen.

ime/dpa