Neues Video von Rezo Die Zerstörung der CDU, zweiter Teil

»Wie wäre es, wenn du einmal einen richtigen Standpunkt hast?« Rezo knöpft sich erneut Lügen und Fehler von Politikern vor – schießt sich aber vor allem auf die CDU-Größen Laschet und Klöckner ein.
Videoblogger Rezo: »Klare Unwahrheiten der Bevölkerung gegenüber«

Videoblogger Rezo: »Klare Unwahrheiten der Bevölkerung gegenüber«

Foto: Twitter / Rezo

Zwei Jahre nach »Die Zerstörung der CDU« hat der Videoblogger Rezo ein zweites Anklagevideo veröffentlicht. Am Anfang fasst er den knapp 30-minütigen Film, der am Samstagabend viral ging, folgendermaßen zusammen: »Es geht um Respektlosigkeiten und klare Unwahrheiten der Bevölkerung gegenüber. Es geht um illegale Aktivitäten und wie diese von Politikern nicht bekämpft, sondern geschützt werden. Es geht um die offensichtliche Verschwendung von Hunderten Millionen Steuergeldern.«

Rezo spricht sein Publikum frontal an und untermauert seine Vorwürfe mit schnell montierten Bildern und Sounds, so wie man das aus dem ersten Video kennt. »Die Zerstörung der CDU« richtete sich seinerzeit explizit gegen die Unionsparteien. Der Nachschlag diesmal soll Fehler und Lügen aller Parteien auflisten. Aber, so Rezo: »In diesem Video kommen nicht alle Parteien gleichmäßig vor, eben weil diese krassen Fälle nicht in allen Parteien gleichmäßig auftreten.«

De facto ist der Beitrag wieder gegen die CDU/CSU gerichtet, die Rezo als ein und dieselbe Partei wahrnimmt. Zwar gibt es im Mittelteil einen kleinen Schlag gegen eine Imagekampagne der Grünen – so präsentiert Rezo ein Promo-Bild, auf dem sich Annalena Baerbock inmitten einer starken Frauenriege präsentiert, doch dann zieht Rezo das Bild größer und zeigt die Männer, die vom grünen PR-Team einfach weggecroppert wurden. Rezo schreit verständnislos: »Whyyyyyyyy?«

Aber seine Wut richtet sich dann doch eigentlich ausschließlich gegen die Union. Deren Versagen macht er vor allem am Umgang mit der Flutkatastrophe deutlich. Eine Person sei da besonders deutlich aufgefallen: »Und zwar dieser Kollege.« Am linken Bildrand ploppt ein Bild von CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet auf.

Rezo zitiert unter anderem eine Aussage von der Pressekonferenz in Hagen, wo Laschet demnach sagte, dass er mit dieser Katastrophe keine Bilder erzeugen möchte für den Wahlkampf. Rezos Kommentar. »Ironischerweise hatte sein Wahlkampfteam zu diesem Zeitpunkt literally schon Bilder auf Social Media gepostet, schön mit Gummistiefel im Wasser. Die hat er nämlich vorher gemacht, als die bei der Krisenbesprechung anderthalb Stunden gewartet haben.«

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Dann montiert Rezo divergierende Aussagen zum Umweltschutz, die Laschet an Tag eins nach der Katastrophe vor verschiedenen Fernsehkameras vorbrachte, zusammen. Schließlich fordert er maßlos genervt: »Wie wäre es, wenn du einmal einen richtigen Standpunkt hast?«

Julia Klöckner, die »Queen der PR-Fails«

Neben Laschet kriegt vor allem eine Frau der CDU ihr Fett ab: »Meine persönliche Queen der PR-Fails ist Julia Klöckner.« Rezo zeigt noch einmal das liebedienerische Video, das die Bundesministerin für Ernährung und Landwirtschaft mit dem Chef von Nestlé 2019 gemacht hat, um ihn darin dafür zu loben, dass in den Produkten des Konzerns der Zuckergehalt um zehn Prozent reduziert worden sei. Rezo außer sich: »Die haben nicht mal Zucker um zehn Prozent reduziert. Es gab sogar Produkte, bei denen der Zuckergehalt um 200 Prozent gesteigert wurde.«

Später geht es noch um Glasfaserausbau, Urheberrechtsreform, Steuerentlastung und Kohleausstieg. Überall werden CDU-Politiker zum Angriffsziel gemacht.

Die erste CDU-Abrechnung lieferte Rezo damals vor der Europawahl; die zweite kommt nun zu einer Zeit, da der Bundestagswahlkampf in die heiße Phase geht. In den kommenden Tagen, so verspricht es Rezo am Ende des Videos, soll es eine Fortsetzung geben.