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»Rheingold« als Comic-Stoff

aus DER SPIEGEL 30/1982

Wenn Bayreuth jetzt den einhundertjährigen »Parsifal« feiert, dann entdecken auch weniger weihevolle Abteilungen des Kulturbetriebs ihren Klassiker. Mit »Das Rheingold« will der Münchner Verlag Schreiber & Leser »deutsches Bildungsbürgertum und moderne Ausdrucksformen« versöhnen. Zum kompletten Libretto Wagners in Sprechblasen haben die französische Comic-Zeichnerin France Renonce und der in Brazzaville geborene Opernregisseur Numa Sadoul auf 78 Seiten Untiere und Götter wie aus billigeren Science-fiction-Filmen gestellt. Damit auch Jung-Leser der Comic-Oper (Auflage: 4000 Stück, 29,80 Mark) Wagners Tiefsinn verstehen, hilft ein Register mit Erläuterungen gebräuchlicher Wagner-Worte wie »Wag« und »Wala": »Gewässer« und »Göttin geheimer Weisheit«.

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