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NEU IN DEUTSCHLAND Robert Jungk: »Strahlen aus der Asche«.

aus DER SPIEGEL 11/1960

Der Amerika-Trotter ("Die Zukunft hat schon begonnen") und Atom-Chronist Jungk ("Heller als tausend Sonnen") hat Berichte über das Nachkriegsleben in Hiroshima zusammengetragen. Er schildert, wie die weitsichtige Stadtverwaltung schon vierzehn Tage nach dem Abwurf der Atombombe beginnt, mit Wirtschaftswunder-Geschwindigkeit Freudenhäuser zu bauen, die noch zeitig zum Einmarsch der amerikanischen Besatzer fertig werden, oder wie die Ärzte der amerikanischen Kommission zur Prüfung der Atomopfer zwar Tausende von Bürgern untersuchen, sich aber weigern, sie zu behandeln. Trotz der Vorliebe des Autors fürs Melodramatische machen zahlreiche Fakten seine Chronik zu einem lesenswerten Dokument vom Leben einer Menschengruppe, die eine Atomkatastrophe übersteht. Der Verlag hat auf den ersten Schlag 40 000 Exemplare dieser »Geschichte einer Wiedergeburt« gedruckt. (Alfred Scherz Verlag, Stuttgart; 324 Seiten; 16,80 Mark.)

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