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Rock-Veteran ohne Größenwahn

aus DER SPIEGEL 48/1989

Die Rock-Dinosaurier sterben nicht aus. Sie repetieren in gigantischen Stadien ihre Hits von Anno dunnemals und bewegen damit Millionen Dollar. Zu den wenigen Heroen aus grauer Vorzeit, die sich nicht zum Affen machten, gehört Neil Young, 44. Auf seinem neuen Album »Freedom« (WEA) demonstriert der Rocker mit der Nasalstimme, daß Alter und Torheit nicht verschwistert sein müssen. Bissig singt er von den Segnungen der »Freien Welt«, von den Perversionen des Rock-Business und von der Erkenntnis, daß sich der Zauber vergangener Tage auch nicht mit den alten Drogen zurückholen läßt. Wie ein Kampf gegen Windmühlenflügel wirkt es jetzt, wenn Young für seine Auftritte kleine, intime Musikklubs bucht. Am 7. Dezember kommt er nach Frankfurt, am 8. nach Hamburg.

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