Deutsche Reporter in Russland Journalistenverband fordert Evakuierung von Journalisten

Russlands Präsident Putin hat unabhängige Medien massiv eingeschränkt. Der Deutsche Journalisten-Verband warnt nun vor »drakonischen« Strafen für unerwünschte Berichterstattung – und nimmt das Auswärtige Amt in die Pflicht.
Pressekonferenz in Moskau Ende 2021

Pressekonferenz in Moskau Ende 2021

Foto: Mikhail Svetlov / Getty Images

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) sorgt sich massiv um die Sicherheit der deutschen Auslandsreporter in Russland.

»Die internationalen Korrespondenten müssen sofort das Land verlassen«, sagte der DJV-Vorsitzende Frank Überall der »Augsburger Allgemeinen« . »Journalistinnen und Journalisten, gleich welcher Nationalität, sind in Russland von drakonischen Strafen bedroht, wenn sie wahrheitsgemäß berichten und nicht Putins Propagandalügen verbreiten wollen.«

Angesichts des unter Präsident Wladimir Putin erlassenen neuen Mediengesetzes sei die freie Arbeit von Journalistinnen und Journalisten in Russland nicht mehr sicher. »Es ist Aufgabe des Auswärtigen Amts, den deutschen Journalisten in Russland dabei alle nur erdenkliche Hilfe zuteilwerden zu lassen.«

Als Reaktion auf die Verschärfung des Mediengesetzes in Russland stellten dort bereits zahlreiche internationale Medien ihre Arbeit vorläufig ein, darunter CNN und BBC sowie ARD und ZDF. Zugleich wurde der Flug- und Zahlungsverkehr zwischen Deutschland und Russland durch Sanktionen erheblich eingeschränkt, was auch ausländischen Journalistinnen und Journalisten die Arbeit in Russland sowie eine Ausreise erschwert.

sak/Reuters
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