Protest gegen den Krieg Internationale Tänzer verlassen russische Ballettkompanien

Sie kommen aus Brasilien, Italien und Großbritannien und sind Stars auf den Ballettbühnen von Moskau und Sankt Petersburg. Dort werden sie vorerst nicht mehr tanzen – »bis der Frieden wieder einkehrt«.
Ballettaufführung im Mariinsky-Theater in Sankt Petersburg (Archivbild)

Ballettaufführung im Mariinsky-Theater in Sankt Petersburg (Archivbild)

Foto:

Alexander Demianchuk / ITAR-TASS / IMAGO

Mehrere ausländische Tänzer haben aus Solidarität mit den Opfern des russischen Angriffskriegs in der Ukraine ihren Rücktritt von berühmten russischen Ballettkompanien bekannt gegeben. »Mit tiefer Trauer« habe er das Moskauer Bolschoi-Theater »verlassen«, erklärte der brasilianische Tänzer David Motta Soares auf der Internetplattform Instagram. Er betonte, dass er »viele Freunde« in der Ukraine habe: »Ich kann mir nicht vorstellen, wie sehr sie jetzt leiden müssen, mein Herz ist bei ihnen«.

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Sein italienischer Bolschoi-Kollege Jacopo Tissi folgte wenig später: »Ich bin schockiert über diese Situation, die uns von einem Tag auf den anderen widerfährt, und ganz ehrlich, ich sehe mich im Moment außerstande, meine Karriere in Moskau fortzusetzen«, erklärte der Tänzer auf Instagram.

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Das Bolschoi-Theater in Moskau hatte bereits am Sonntag seinen musikalischen Leiter, Tugan Sochijew, verloren. Dieser hatte seinen Rücktritt erklärt, weil er sich nach eigenen Angaben gezwungen sah, eine »untragbare Wahl« zwischen seinen Engagements in Moskau und an der Oper in Toulouse zu treffen. Er habe sich demnach zu einer Stellungnahme zu den »aktuellen Ereignissen« genötigt gesehen. Auch seine Stelle in Frankreich legte er nieder.

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Neben den Stars des Bolschoi-Theaters gab am Sonntagabend auch der Brite Xander Parish seinen Abschied vom Mariinsky-Theater in Sankt Petersburg bekannt. Er habe Russland verlassen – »zumindest bis der Frieden wieder einkehrt«. Sein brasilianischer Kollege Victor Caixeta verkündete ebenfalls eine »Pause« vom Ballett in Sankt Petersburg.

xvc/AFP
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