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KINDERMODE Schick wie Mami

aus DER SPIEGEL 44/2000

Der Generationenkampf zwischen Eltern und Kindern darüber, was die lieben Kleinen anziehen sollen, geht in die nächste Preis-Runde. Verantwortlich dafür sind Luxusmarken wie Gucci, Oilily, I Pinco Pallino, Baby Dior oder Missoni Kids. Die Junior-Labels haben einen Stil geschaffen, der Kinder wie kleinwüchsige Erwachsene behandelt und entsprechend edel ausstaffiert. Als Vorbilder der kindlichen Eleganz dienen Popstar Madonnas Töchterchen Lourdes, 4, oder Piper, 5, Sprössling der amerikanischen Schauspielerin Gillian Anderson. Aber auch eine Zeitschrift wie »Vogue Bambini« weckt bei der Sandkasten-Truppe neue Lust darauf, in raffinierten Outfits schick wie Mami (oder Papi) aufzutreten. Während die Designer, nicht ganz uneigennützig, das Recht auf Eleganz auch bei den Jüngsten proklamieren, beklagen Eltern die Kosten des Kleiderschrank-Wahns. Kritik am Trend kommt auch aus den Schulen. Kindern schon früh Markenbewusstsein einzuschärfen bedeute, die Kurzen zu schnell in Erwachsenenrollen zu drängen. Wirklichen Profit dürfen sich die Reinigungen erwarten: Ein Cashmere-Mantel mit Pelzbesatz darf nun einmal nicht in die Waschmaschine.

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